Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Niederklein wird völlig umgegraben

Breitband-Versorgung Niederklein wird völlig umgegraben

Bis zum August 2015 soll der Landkreis mit flächendeckendem Breitbandzugang versorgt werden, der unter anderem schnelleres Internet verspricht. Stadtallendorfer Bürger wurden nun über die Auswirkungen informiert.

Rund 80 Besucher informierten sich in der Stadthalle über die künftige Breitbandversorgung in Stadtallendorf. Angestrebt wird eine Datenübertragungsrate von bis zu 50 MB pro Sekunde.

Quelle: Yanik Schick

Stadtallendorf. Eindrucksvoll sind sie ja schon, die Zahlen, die Winfried Moser von der Deutschen Telekom am Dienstag vorstellte: Nach den vollendeten Arbeiten im Sommer des kommenden Jahres würden 82 Prozent aller Haushalte in Hatzbach und Erksdorf eine Datenübertragungsrate bis zu 50 Megabit pro Sekunde erhalten, in Schweinsberg und Niederklein seien es sogar 93 Prozent, in Wolferode 96 Prozent, die von der höheren Bandbreite profitieren. „Die Kernstadt ist bereits jetzt schon ganz gut versorgt“, meinte Moser, der im Infrastrukturgebiet Region Mitte Ansprechpartner für Städte und Gemeinden in Sachen Breitbandausbau ist.

Er zeigte rund 80 Stadtallendorfern im kleinen Saal der Stadthalle gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH Klaus Bernhardt auf, was in der nahen Zukunft auf die Bürger zukommt, worauf sie bei den Veränderungen achten müssen und welche Vorteile sich daraus ergeben.

„Es gibt kein besseres Übertragungsmedium als Glasfasern“, klärte Moser auf. Die Personen, die an das Netz der Telekom angeschlossen werden möchten, müssten allerdings im Vorfeld selbst den Auftrag dazu erteilen. Damit die Verantwortlichen bereits früh planen können, mit wie vielen Haushalten sie dabei rechnen müssen, baten sie um eine unverbindliche Vorregistrierung bei der Breitband GmbH. Später müssten die Nutzer nicht zwangsweise Kunde bei der Telekom sein, erläuterte Moser. „Wir bauen ein diskriminierungsfreies Netz.“ Daran dürfen sich andere Wettbewerber in Absprache mit dem leitenden Telekommunikationsunternehmen beteiligen.

Insgesamt werden im gesamten Landkreis fast 500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 531 Kabelverzweiger angeschlossen. Dabei kann die Deutsche Telekom auf bestehende, leere Trassen setzen. Zehneinhalb Kilometer Tiefbau sind in der Gemeinde Stadtallendorf trotzdem unumgänglich. Niederklein zum Beispiel werde einmal komplett umgegraben, sagte Moser. Angst vor Behinderungen durch die Erdarbeiten bräuchten die Anwohner keineswegs zu haben, betonte indes Klaus Bernhardt. Es handele sich um einen recht schnellen Vorgang. Was die zeitlich rechtzeitige Realisierung des Projekts anbelangt, liege man für Stadtallendorf voll im Plan, so der Geschäftsführer der Breitband GmbH weiter.

„Das ist die Zukunft von Stadtallendorf. Wir haben den Vorteil, dass durch die flächendeckende Lösung Wirtschaftsstandort und Wohnungsmarkt gestärkt werden“, sprach Bürgermeister Christian Somogyi für die Breitbandversorgung.

von Yanik Schick

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr