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Neustädter Windkraft für die Neustädter

Kooperation mit Vogelsberg geplant Neustädter Windkraft für die Neustädter

Die Idealvorstellung von einer eigenständigen Energiegenossenschaft Neustadt lässt sich vermutlich nicht mehr umsetzen. Die Initiativgruppe wird ihre Arbeit dennoch fortsetzen.

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Neustadt soll nicht nur die Lasten der Windenergie tragen, sondern von dieser profitieren. Dafür treten (von links) Hans-Peter Möller, Jörg Grasse, Hans-Gerhard Gatzweiler und Peter Schreiner ein. Im Hintergrund: Der Windpark auf der Krücke. Foto: Matthias Mayer

Neustadt. Das sagte Hans-Gerhard Gatzweiler im Gespräch mit der OP. Der Initiativgruppe gehören neben Gatzweiler Rafael Diele, Edwin Lotter, Michael Krieger, Jörg Grasse, Peter Schreiner und Hans-Peter Möller an. Gemeinsames Ziel des Septetts: Neustadt und seine Bürger sollen für künftige Windkraftprojekte im Stadtgebiet nicht nur die Lasten, sondern auch mehr Nutzen aus neuen Windenergieanlagen haben. Die Wertschöpfung aus einem möglichen Windpark am Dreiherrenstein soll zum Großteil in der Stadt bleiben.

Im Sommer gab es drei Informationsveranstaltungen zu diesem Thema. Diese waren zwar, so Hans-Gerhard Gatzweiler,gut besucht, brachten aber nicht die erhoffte personelle Basis für die Gründung einer eigenständigen Neustädter Energiegenossenschaft. Lediglich die siebenköpfige Initiativgruppe blieb als harter Kern übrig.

„Die Idee, in genossenschaftlicher Eigeninitiative am Dreiherrenstein drei bis vier Windräder zu bauen, war den Besuchern einfach nicht konkret genug“, betrieb Gatzweiler gegenüber der OP Ursachenforschung. So habe es am Ende an Masse aber auch am Know-how der Gruppe für die Gründung einer Energiegenossenschaft gefehlt.

Der Gedanke an eine eigene Energiegenossenschaft sei noch nicht ganz aufgegeben. Derzeit tendiere die Gruppe aber stark zu einer Kooperation mit der Energiegenossenschaft Vogelsberg. Diese bestehe bereits seit eineinhalb Jahren, habe einen Geschäftsführer und plane einen Windpark in unmittelbarer Nähe des Neustädter Standorts. Und die Genossenschaft habe zugesagt, Investorengelder für einen Neustädter Windpark zuerst in Neustadt einzuwerben, sagte Gatzweiler, der ein Modell mit den Teilhabern Neustadter Genossenschaft, Vogelsberger Genossenschaft und einem Investor favorisiert.

Zunächst muss die Energiegenossenschaft Vogelsberg intern klären, ob sie außerhalb ihrer Kreisgrenzen tätig werden kann. Für Dezember ist eine Info-Veranstaltung in Neustadt geplant.

  • Die Initiativgruppe sucht noch weitere Mitstreiter. Interessenten können sich bei Hans-Gerhard Gatzweiler melden. Telefon: 06692/ 8360.E-Mail: energiegenosschaft@gatzweiler.info
Stichwort: Risikokapital

Windparks gelten als gute Geldanlage – wenn es für sie Baurecht gibt. Zuvor wird Risikokapital benötigt, denn die baurechtliche Entwicklung eines Windrad-Standorts kostet rund 200 000 Euro – ohne Erfolgsgarantie.

Firmen haben sich darauf spezialisiert, Windparks auf eigenes Risiko zu entwickeln, um dann das Baurecht für einen siebenstelligen Betrag pro Windrad zu verkaufen. Diese Windräder sind für Genossenschaften wirtschaftlich meist uninteressant.

von Matthias Mayer

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