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Neustädter Baustellen-Saison beginnt

Verkehr Neustädter Baustellen-Saison beginnt

Ab Montag müssen sich Autofahrer in Neustadt und Umgebung auf Umleitungen und Behinderungen bis voraussichtlich Mitte Dezember einstellen.

Neustadt. Dieses Mal bleibt es dabei: Ab 15. September ist die Hindenburgstraße in Neustadt zwischen der Nellenburgstraße und der Bahnhofstraße komplett gesperrt. Während der ersten fünf Tage fahren dort allerdings noch keine Bagger, sondern Spezialfahrzeuge. Zunächst lässt der Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) die Hausanschlüsse der Anlieger eingehend untersuchen. Der ZMA ist einer von mehreren Partnern, die an dem gesamten Projekt mitbauen. Die übrigen beiden Partner sind der Bund, zuständig für die Fahrbahn der Bundesstraße 454, der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke, zuständig für Wasserleitungs-Erneuerungen und die Stadt Neustadt, die die Sanierung der Gehwege zu verantworten hat.

Die jetzige Baustelle ist nur der erste von mehreren Abschnitten auf der B 454 im Neustädter Stadtgebiet. Dabei wurde die Einteilung der so vorgenommen, dass der Neukauf-Markt in der Hindenburgstraße zu keinem Zeitpunkt abgeschnitten wird, also erreichbar bleibt. Im nächsten Frühjahr, sobald es die Witterung zulässt, soll es auf der Hindenburgstraße weitergehen. Dann folgt der Abschnitt bis zur Einmündung Querallee.

Fahrbahndecke folgt „in einem Guss“

In der Hindenburgstraße sind die Fahrbahnschäden besonders gravierend. Eine einfache Erneuerung der Fahrbahndecke reiche dort nicht mehr aus, erläuterte Willi Kunze, Regionalbeauftragter West von Hessen Mobil, gegenüber dieser Zeitung. Sprich: Die Straße muss grunderneuert werden, was höheren Aufwand und höhere Kosten bedeutet.

Ursprünglich war die B 454 eine Landesstraße. Doch nach der Umwidmung zur Bundesstraße hat sich auch das Verkehrsaufkommen deutlich erhöht, was Zug um Zug zu den jetzigen Fahrbahnschäden geführt hat. Die abschließende Deckschicht, also den oberen Fahrbahnbelag, wird das Bauunternehmen übrigens erst nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts aufbringen. So werden Nahtstellen, Schwachstellen einer jeden Fahrbahndecke, vermieden, erklärt Hessen Mobil. Etwa zehn Wochen sollen die Arbeiten im zweiten Abschnitt der Hindenburgstraße im nächsten Frühjahr dauern.

Bei der Querallee, dem dritten großen Bauabschnitt, reicht aus Sicht von Hessen Mobil eine Erneuerung der Deckschicht. Nach der Hindenburgstraße folgen Deckenarbeiten in der Querallee und anschließend der Bahnhofstraße und einem Teil der Kasseler Straße. Bis alles fertig ist, wird es wohl bis zum Jahr 2016 dauern. „Wobei wir die Arbeiten in der Querallee auch noch im nächsten Jahr schaffen wollen“, erläutert Kunze.

Doch zunächst geht es um die Hindenburgstraße. Während der Arbeiten gelten für den Fernverkehr und insbesondere für Lastwagen großräumige Umleitungen (siehe Grafik). Um Anlieger so weit das möglich ist zu schonen, plant die Stadt Einbahnstraßen-Regelungen, die das Fahren aus dem Töpferweg, dem Wiesenweg, dem St-Martin-Weg und Am Schalkert auf die Kasseler Straße verhindern. „Sollte das nicht ausreichen oder Änderungen nötig sein, dann werden wir das schnell veranlassen“, sagt Groll. Eine Frage, die die Stadt Neustadt aufgeworfen hat, ist von Hessen Mobil bisher noch nicht abschließend beantwortet: die nach Querungshilfen für Fußgänger auf der Hindenburgstraße. Vor den Sommerferien hatte Hessen Mobil Fußgänger zählen lassen.

Querungshilfen: noch keine Entscheidung

Diese Zahlen werden ausschlaggebend dafür sein, ob und wo noch Querungshilfen eingefügt werden dürfen und werden. „Die Zahlen rechtfertigen, dass man alles so lässt wie es ist“, erklärte Kunze dazu in dieser Woche auf Nachfrage der OP. Es sei allerdings die Frage entstanden, ob sich alle jetzigen Querungshilfen an der richtigen Stelle befänden und ob es sich nicht lohne, aus einem Zebrastreifen eine Ampel zu machen. Das soll nun in Gesprächen mit der Stadt Neustadt erörtert werden.

Sollte es tatsächlich noch zu Veränderungen bei den Fußgänger-Überwegen in der Hindenburgstraße kommen, so ließen sich diese auch noch nach Baubeginn verwirklichen. Die Baukosten liegen in der Hindenburgstraße bei 1,38 Millionen Euro für beide Bauabschnitte, 450000 Euro davon übernimmt der Bund für die Fahrbahnarbeiten.

von Michael Rinde

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