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Neustadts Jugendblasorchester hält tapfer durch

Bürgerparkauftritt Neustadts Jugendblasorchester hält tapfer durch

Das Jugendblasorchester Neustadt leidet unter Nachwuchssorgen. Beim Auftritt im Bürgerpark konnte die Gruppe auch nur bedingt Werbung für sich machen: Schuld daran war das Wetter.

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Im Wallgraben-Pavillon waren die Mitglieder des Jugendblasorchesters Neustadt zumindest ein bisschen vor dem Regen geschützt.

Quelle: Klaus Böttcher

Neustadt. Der musikalische Familiennachmittag, den der Förderverein Bürgerpark und das Jugendblasorchester ausrichteten, fiel zum großen Teil ins Wasser. Kurz nach 15 Uhr war im Bürgerpark ein Regenschauer niedergegangen. Das Jugendblasorchester (JBO) spielte flotte Weisen, und die ersten Besucher setzten sich wieder. Der Vorsitzende des Fördervereins Bürgerpark, Alexander Milewski, wischte zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern noch Tische und Bänke trocken, während unter dem Zeltdach an der Mauer weibliche Mitglieder des Vorstandes ihren gestifteten Kuchen verkauften. In einer Ecke des Parks hatten die Organisatoren erstmals für Kinder eine Hüpfburg aufgebaut - schließlich sollte die Veranstaltung ein richtiger Familiennachmittag werden.

Doch die Zuversicht hielt nur kurz. Dann mussten die knapp 50 Besucher wieder ihre Schirme aufspannen oder unter Bäumen und in Zelten Schutz suchen. Die rund 25 Musiker des JBO unter der Leitung von Christoph Jarkow ließen sich nicht beirren und spielten weiter, wenngleich in der ersten Reihe die Noten etwas nass wurden.

Der Regen wollte aber nicht aufhören, und die Besucherzahl nahm stetig ab, bis sie nur noch an zwei Händen abzählbar war. Die Majoretts des JBO, die einen Auftritt geplant hatten, gingen ebenfalls enttäuscht nach Hause, da ihr Tanz ins Wasser fiel. Und selbst die Hüpfburg hatte die Luft verloren und lag schlapp in der Ecke.

Der Einsatz wird belohnt

Doch der lobenswerte Einsatz des Fördervereins und des JBO und ihr Wille, die Veranstaltung mit einer gehörigen Portion Enthusiasmus und Optimismus durchzuziehen, wurde dann doch noch ein bisschen belohnt. Kurz vor 17 Uhr lugte die Sonne hervor, und Besucher kamen. So konnte das JBO wenigstens einer kleineren Anzahl von Neustädter Bürgern sein vielfältiges Repertoire an Stücken verschiedener Musikrichtungen präsentieren.

Für den Förderverein war der verregnete Nachmittag ein finanziell dickes Minusgeschäft. „Es hat trotzdem Spaß gemacht“, sagt der Schriftführer und Musiker im JBO, Karl-Joseph Lemmer.

Allerdings hat auch das JBO Sorgen - dabei wurde während des Auftritts deutlich, wie viel Spaß den Frauen und Männern recht unterschiedlichen Alters das Musizieren macht und welch gute Kameradschaft herrscht. „Wir suchen Nachwuchs in allen Instrumenten - ganz egal, ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis“, betonte Jarkow im Gespräch mit dieser Zeitung. Vorsitzender Norbert Kappel, der über 40 Jahre als Dirigent vor dem Orchester stand, ergänzte: „Wir proben alle zwei Wochen freitags, immer in den geraden Wochen, im Jugendheim ab 19 Uhr. Wer Interesse hat, mitzumachen, kann einfach kommen.“ Voraussetzungen seien keine nötig, es gebe eine qualifizierte Ausbildung durch erfahrene Musiker. Kappel selbst, der das 1956 gegründete JBO von seinem Vater Karl übernommen hatte, bildet in der Theorie aus. Er steht auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Nächster Auftritt des JBO ist am 21. November (19.30 Uhr) im Haus der Begegnung. Das nächste Konzert, das der Förderverein im Bürgerpark veranstaltet, findet am Sonntag statt.

  • Kontakt zum JBO: Norbert Kappel, Telefon 06692/204546.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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