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Neustadts Bürgermeister will nur "moderat" anheben

Kindergarten-Gebühren Neustadts Bürgermeister will nur "moderat" anheben

Zum Jahresende entscheidet Neustadts Stadtparlament über eine Anhebung der Kindergartengebühren für das nächste Jahr. Den Eltern hat die Stadt ihre Pläne zu weiten Teilen schon erläutert.

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In Neustadt sollen die Kindergartengebühren im nächsten Jahr steigen. Archivfoto: Lerchbacher

Neustadt. Ohne viel Federlesen brachte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll am vergangenen Montag eine Änderung der Kindergartensatzung im Stadtparlament ein. Hinter der formellen Bezeichnung verbirgt sich eine geplante Anhebung der Kindergartengebühren in Neustadt im nächsten Jahr.

Bürgermeister Groll spricht gegenüber der OP auf Anfrage von einer „moderaten Erhöhung“. Nach dem Vorschlag des Magistrats sollen die Gebühren für einen Ganztagesplatz für ein über dreijähriges Kind von 141 auf 152 Euro monatlich steigen. Der Magistrat rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen von rund 15000 Euro. Die jetzt geplante Erhöhung rechtfertigt der Magistrat vor allem mit gestiegenen Personal- und Energiekosten. Erste Informationsgespräche mit den Eltern in verschiedenen Kindergärten hat es schon gegeben.

Auch die jetzt erhofften Mehreinnahmen werden die Situation beim Gebührenetat für die Kinderbetreuung wohl allenfalls lindern. In diesem Jahr erwartet die Stadt Neustadt ein Defizit von knapp 840000 Euro bei dieser Kostenstelle. Die Entscheidung über die Gebührenerhöhung fällt in der Sitzung am 16. Dezember.

Groll sprach im Stadtparlament bei dieser Gelegenheit auch noch ein ganz anderes Problem an. Die Stadt hatte das Betreuungsangebot an der Martin-von-Tours-Schule mit Beginn des laufenden Schuljahres gemeinsam mit dem Landkreis erweitert. Endete es bisher um 13 Uhr, so läuft es aktuell bis 16 Uhr. Bis 15 Uhr ist der Kreis verantwortlich, die Zeit danach obliegt der Stadt. Doch entgegen der Ankündigungen von Eltern ist bisher nur ein Kind für die Zusatzzeit von 15 bis 16 Uhr angemeldet. „Wir werden uns das noch eine Weile anschauen, aber dann müssen wir entscheiden, ob unser Angebot bestehen bleiben kann“, sagte Groll in der Stadtparlamentssitzung und warb damit für weitere Anmeldungen für das Betreuungsangebot.

von Michael Rinde

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