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Kinder tauchen in die Zirkuswelt ein

Projekt in Neustadt Kinder tauchen in die Zirkuswelt ein

Manege frei für Neustadts Kinder: Mehr als 80 Jungen und Mädchen haben in dieser Woche Zirkusnummern einstudiert, die sie am morgigen Freitag ab 16 Uhr im Zelt in der Leipziger Straße präsentieren wollen.

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"Das ist etwas Besonderes"

Mit viel Spaß versuchen sich die Kinder in der Zirkuswelt und proben für die heutige Aufführung.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Leipziger Straße war in dieser Woche für den Autoverkehr nur bedingt passierbar. Schon wieder eine Baustelle? Weit gefehlt! Denn hinter der Warnbake wird nicht etwa gebuddelt und geschraubt, sondern jongliert und geturnt - und das in einem echten Zirkuszelt.

Die Stadt Neustadt hat in Anlehnung an das Förderprogramm „Soziale Stadt“ und dessen Kerngebiete den „Circus Baldini“ in die Stadt geholt, der mit mehr als 80 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren verschiedene Nummern der Artistik, Trampolin-Akrobatik, Pony- und Hunde-Dressur, Clownerie und Zauberei einstudiert.

„Es ist wie ein Wunder“, schwärmt die 12 Jahre alte Leonie und berichtet, dass sie schon immer mal in einem Zirkus mitwirken wollte. Nun bekommt sie dazu die Gelegenheit - und findet es klasse: „Es macht viel Spaß und hier sind viele nette Leute.“ Das Mädchen hat sich in die Hula-Hoop-Gruppe eingewählt, wird aber während der heutigen, öffentlichen Aufführung auch die Anmoderation verschiedener Nummern übernehmen, denn die anderen Kinder haben sie während eines kleinen Castings zu ihrer Direktorin gewählt.

Von morgens 8 bis nachmittags um 15 Uhr konnten die Kinder im Zirkuszelt trainieren und sich vergnügen. Immer mit dabei sind Claudia Orth und Christina Kappes vom Kindergarten Regenbogen, Katharina Kilian (Schulsozialarbeit), Lars Kietz (Jugendarbeit) und Svetlana Nerenberg (Quartiersmanagement) vom bsj. Und natürlich Rocky Krämer, der Leiter des „Mitmach-Circus Baldini“, und seine Mitarbeiter, die Expertentipps geben und ein Gespür dafür haben, welches Kind welches Talent hat: „Wir machen das seit über zehn Jahren etwa 30-mal im Jahr. Da sieht man schnell, was geht und was nicht.“ Und meist ließen sich die Jungen und Mädchen dann auch problemlos in die Richtung ihrer jeweiligen Talente schieben: „Sie merken schließlich auch schnell, wo ihre Stärken liegen“, erklärt Krämer und betont, dass die Neustädter Jungen und Mädchen sich gut machen würden: „Das wird mit Sicherheit eine schöne Aufführung.“

Unterstützung bekommt die Stadt, die in diesem Herbst auf Ferienspiele verzichtete und den Zirkus nach Neustadt holte, aus Marburg von „Inklusion bewegt!“, da ein Kind mit Behinderungen an dem Projekt teilnimmt: An der Seite von Lucas steht stets eine direkte Betreuerin - die sich aber gelegentlich selbst als Artistin versuchen kann, da zum einen die anderen Erwachsenen einen Blick auf den Jungen haben, aber auch die anderen Kinder ihn gut integrieren und als Zirkusartisten in ihrer Gruppe aufgenommen haben.

Die Aufführung findet am Freitag um 16 Uhr im Zirkuszelt in der Leipziger Straße statt. Jeder junge Artist hat zwei Freikarten erhalten für die Eltern - alle anderen Besucher werden, frei nach dem Motto „Was nichts kostet, ist nichts wert“, zur Kasse gebeten.

von Florian Lerchbacher

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