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Politik kritisiert hohe Wald-Benutzungsgebühren

500 Wanderer in Neustadt Politik kritisiert hohe Wald-Benutzungsgebühren

„Gott zum Gruß, gut zu Fuß“ lautet der Spruch der Wanderfreunde. Rund 500 von diesen ­kamen zur 38. internationalen Volkswanderung nach Neustadt.

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Wolfram Ellenberg (links) übernahm symbolisch den Schirm von Hadan Özgüven. Ludwig Noth­vogel (rechts) und Marian Zachow sind Augenzeugen. Derweil erholten sich die Wanderer im Saal bei Kaffee und Kuchen sowie kalten Getränken (kleines Foto).

Quelle: Klaus Böttcher

Neustadt. Der Vorsitzende der ausrichtenden Wanderfreunde Ludwig Nothvogel war mit dieser Zahl nicht ganz zufrieden. Er hatte sich eine noch höhere Teilnehmerzahl gewünscht. Für ihn lag der Grund in dem tagelangen Dauerregen zuvor, der in Neustadt erst am Sonntagmittag dem Sonnenschein wich. Offenbar zu spät für ein größeres Teilnehmerfeld. Daran ändert auch der Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung“ nichts. Wegen des Regens sei ein Teil der Strecke sehr feucht gewesen, erklärte Nothvogel. Deshalb sei die kurze Strecke über einen Umweg von fünf auf sieben Kilometer verlängert worden. „Es sind alle gerne weitergelaufen, denn sonst hätten sie nasse Füße bekommen“, so Nothvogel. Die Strecken über 11 und 21 Kilometer blieben davon unberührt.

Die Schirmherrin der Sommerwanderung, die Landtagsabgeordnete Hadan Özgüven, sagte: „Die Natur hat uns einiges zu bieten. Es ist nicht nur wohltuend und gesund, durch schöne Wälder zu spazieren, sondern auch abwechslungsreich und beeindruckend. Die Vielfältigkeit der Pflanzen, Tiere und Farben beflügelt uns zu tollen Begegnungen und Gesprächen.“ Es versteht sich von selbst, dass die Schirmherrin mitwanderte. „Es hat mir großen Spaß gemacht“, sagte sie anschließend und würdigte den großen Einsatz der vielen Helferinnen und Helfern, ohne die eine derartige Großveranstaltung nicht möglich sei.

"Der Wald gehört doch jedermann"

Hadan Özgüven kritisierte wie Ludwig Nothvogel, dass die an Hessen Forst zu zahlende Gebühr von 120 auf 250 Euro angehoben worden sei. Dazu kämen weitere 50 Euro für den Staatsforst. „Der Wald gehört doch jedermann“, schimpfte Nothvogel und erklärte: „Für die 20-Kilometer-Strecke komme ich durch drei Landkreise und muss jeweils 50 Euro bezahlen.“ Özgüven sagte: „Das ist zu hoch.“ Sie versprach nachzuhaken. Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow sprach von einem Skandal. „Wir wollen den Leuten nicht die Lust am Wandern vermiesen“, sagte er.

Traditionell wird am Ende der Wanderung ein bunter Schirm an den nächsten Schirmherrn übergeben. Auf dem bunten Schirm sind die einzelnen Wanderungen abzulesen, wann sie stattfanden und wer Schirmherr dabei war. Jetzt übergab Hadan Özgüven den Schirm an den Ersten Stadtrat Wolfram ­Ellenberg, der Schirmherr für die Winterwanderung am 3. Dezember ist.

Drei Gruppen waren mit dem Bus nach Neustadt gekommen und stellten die größten Abordnungen. Diese sind Burbach-Dreiländereck (42 Teilnehmer), Ludwigshafen (33) und Winterstein im Thüringer Wald (30). Die größten heimischen Gruppen stellten Hatzbachtal (20) und Angenrod (19).

Von den IVV-Vereinen kamen die meisten Wanderfreunde aus Schröck (17) und Niederkleen (13). Bei den Ortsvereinen hatte der VfL (17) die Nase vorn vor der Feuerwehr (16) und der CDU (13).

von Klaus Böttcher

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