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Heimatverbunden und närrisch

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"Michel ist ein echter Gnau: Er ist ein Familienmensch, trinkfest, liebt Gesellschaft und seine Stadt", sagen die Burgfräulein Marie Geus und Julia Schmidt über "ihren" Junker Hans.

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Michel Gnau stehen als Junker Hans die beiden Burgfräulein Julia
Schmidt (links) und
Marie Geus zur Seite.
Foto: Florian Lerchbacher

Neustadt. Zwei Jahre nach Bruder Jakob gibt Michel Gnau den Junker Hans. „Es ist eine Ehre“, sagt der 18-Jährige und betont: „Die Neustädter sind ein nettes Völkchen, das ich gerne vertrete.“ Und vor allem ein Völkchen, dessen gesellschaftliches Leben der junge Mann und seine Familie entscheidend mitprägen.

Die Gnaus sind in Neustadt tief verwurzelt - aber auch die beiden Burgfräulein identifizieren sich gerne mit ihrer Heimatstadt: Abiturientin Marie Geus (18) möchte sich beruflich Richtung Medizin orientieren - aber unbedingt in Neustadt bleiben: „Wegen der Leute und wegen­ der Prinzengarde, in der ich tanze. Ich will hier nicht weg.“ ­Julia Schmidt (19) - die Tochter von Schulleiter Volker Schmidt - studiert zwar in Marburg im zweiten Semester Deutsch und Biologie auf Lehramt, fühlt aber ebenfalls eine starke Verbundenheit mit Neustadt und ist ebenfalls Tänzerin in der Prinzengarde.

Gnau macht in Wehrda bei der Firma Pfalz eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Seit Kindesbeinen ist er bei der Bürgerwehr dabei, zudem ist er als Verteidiger für den VfL Neustadt aktiv (noch in der A-Jugend). Und natürlich engagiert er sich auch im Karneval bei der Kolpingfamilie, wo ­Vater Andreas Sitzungspräsident ist. Noch ist der 18-Jährige Bühnenrücker - früher oder später will er in den Elferrat vorstoßen. Mehr aber auch nicht: In die Fußstapfen des Vaters werde eher Bruder Jakob treten.

„Karneval ist ein Höhepunkt, auf den ich mich jedes Jahr freue“, unterstreicht Geus, die gerne und viel Sport treibt, beim VfL Handball spielte (aber aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste), sich ebenfalls als Familienmenschen bezeichnet und Spaß am Fotografieren hat - sowohl vor als auch hinter der Kamera: So war sie bereits als Model für die Firma Begro tätig. Passend dazu sagt sie über ihre Freundin, die an Kirmessonntag Geburtstag hatte: „Julia ist ein offener Mensch, der gut mit Aufmerksamkeit klarkommt.“ Und auch Gnau hat nach eigenem Bekunden keinerlei Probleme, in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Die Voraussetzungen, die Stadt sympathisch zu vertreten, sind bei dem Trio, das sich seit seiner Kindheit kennt, also gegeben. Schon jetzt ist für die jungen Neustädter klar, was neben der Kirmes die Höhepunkte ihrer einjährigen Amtszeit werden: das Bierfest der Bürgerwehr und das Neustadt-Treffen, das im Juli bei Coburg stattfindet.

von Florian Lerchbacher

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