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Gesunde Füße unterstützen kranke Füße

Sponsorenlauf Gesunde Füße unterstützen kranke Füße

Eingebunden in den 14. Neustädter Altstadtlauf fand ein Sponsorenlauf, bei dem sich 43 Menschen 45 Minuten lang für den guten Zweck ins Zeug legten.

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Die Bambini und die Teilnehmer des Sponsorenlaufs gingen gemeinsam auf die Strecke.

Quelle: Klaus Böttcher

Neustadt. Nach den Kinder- und Jugendläufen, aber vor den Hauptläufen, stellten sich die Bambinis zusammen mit den Sponsorenläufern zum Start auf. Es war ein buntes, imposantes Feld, das der Erste Stadtrat Wolfram Ellenberg in Vertretung des Bürgermeisters auf die Strecke schickte.

Die Bambini hatten nach der 323 Meter langen Runde ihr Ziel erreicht. Doch für die Teilnehmer des Sponsorenlaufes ging es jetzt erst richtig los: Für jede gelaufene Runde holten sie sich an der Kontrollstation einen Stempel ab, der wahlweise in die Laufkarte oder auf den Arm gedrückt wurde. Mit zunehmender Zeit war den Mädchen und Jungen die Erschöpfung anzumerken, doch tapfer liefen sie weiter. Die Stempel auf der Laufkarte wurden immer mehr - und bei ganz Schnellen reichte der eine Arm nicht mehr für die Markierungen aus.

Über Multiple Sklerose informiert

Die Läufer hatten sich im Vorfeld Sponsoren gesucht und mit ihnen einen Betrag ausgehandelt, den sie für jede bewältigte Runde erhalten sollten. Auf den Laufkarten waren Beträge von 20 Cent bis 10 Euro zu lesen. Die neunjährige Amelie aus der Klasse 3c kassierte pro Runde 1,40 Euro, sie schaffte 19 Runden. Beim 12-jährigen Vlad waren auf den Armen insgesamt 21 Stempel zu zählen. Die einzige Lehrerin im Läuferfeld, Förderschullehrerin Iris Hoffmann, hatte mit 20 gelaufenen Runden die Karte vollgemacht und somit pro Runde à 2 Euro 40 Euro erlaufen. 100 Euro brachten die 20 Runden von Danika Bicker ein, die auch bei der Schule angestellt ist. Wie viel der Sponsorenlauf insgesamt eingebracht hat, steht erst später fest.

Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und einen Stick, auf dem zu lesen war: „Gesunde Füße laufen für kranke Füße.“ Entsprechend hatte es auch im Vorfeld Informationen darüber gegeben, für was sich die Läufer engagieren: An Multiple-Sklerose-Erkrankte hatten Kinder der ersten bis sechsten Klasse und aus zwei Kindergärten erläutert, was ihre Krankheit genau ist. „Aufgrund dessen, dass schon vorher Unterricht gehalten und über die Krankheit informiert wurde, sind die Kinder besser informiert als die Erwachsenen und dadurch auch für den Lauf motiviert“, sagte Ellenberg und stellte heraus, dass die Stadt viel für Menschen mit Beeinträchtigung tue, aber stets die Augen offen halte: „Wir müssen überall an die Behinderten denken.“

Die Idee zu dem Sponsorenlauf stammte von Volker Schmidt, dem Organisator des vom VfL ausgerichteten Altstadtlaufs. Er ist auch Leiter der Martin-von-Tours-Schule und öffnete Mitgliedern der Multiple-Sklerose-­Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf Tür und Tor seiner Schule. Darüber freute sich Gruppenleiter Bernd Gökeler, der beim Sponsorenlauf Runde für Runde im Rollstuhl mitfuhr. Den zahlreichen Zuschauern wurde dabei deutlich, dass selbst ein flacher Bordstein für den Rollstuhlfahrer ein Hindernis darstellt.

von Klaus Böttcher

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