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SPD bringt Spannung in Stadt

Elektromobilität in Neustadt SPD bringt Spannung in Stadt

Rund 40.000 Euro will die Stadt Neustadt in eine Ladesäule für Elektroautos investieren - und zwar eine, aus der ordentlich Saft kommt.

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Eine historische Altstadt, in der bereits eine Ladesäule für Elektroautos steht, ist die von Amöneburg.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. „Elektro-Mobilität ist in aller Munde, kommt aber nicht voran“, monierte Georg Metz (SPD) während der Stadtverordnetenversammlung und betonte: „Deutschland lahmt bei diesem Thema im Vergleich zu anderen EU-Ländern.“

Ein Grund dafür seien die Versorgungslücken, sagte Metz und brachte folgerichtig einen Antrag ein, dass die Stadt eine Ladesäule auf E-Autos aufstellen solle - und zwar eine, die auch angemessene Leistung erbringt. Die meisten Anlagen hätten eine Ladeleistung von elf Kilowatt. Zu wenig, wie der Sozialdemokrat befand: „Dann dauert das Laden zu lange. Das muss schneller gehen.“ Zielgruppe seien schließlich vornehmlich Tagestouristen - und die sollten die Möglichkeit bekommen, während sie die Sehenswürdigkeiten der Stadt bewundern, ihre Fahrzeuge aufzuladen. Es könne schließlich auch zur Steigerung der Attraktivität sorgen. „Eine vorübergehende Übernahme der Stromkosten durch die Stadt Neustadt zur Markteinführung soll dabei nicht ausgeschlossen werden“, heißt es zudem in dem SPD-Antrag, in dem aber auch die Hoffnung auf einen „externen Partner (...) im Marktsegment Energieversorgung“ geäußert wird.

Antrag wird einstimmig abgesegnet

Die Stadtverordneten segneten den Antrag einstimmig ab. Und Bürgermeister Thomas Groll hatte sich bereits kundig gemacht: Eine Schnellladesäule (ohne Einschränkungen bei den Steckern) und der Aufbau kosten rund 40.000 Euro (netto). Nach 15 bis 20 Minuten seien die Fahrzeugbatterien aber auch zu 80 Prozent aufgeladen, stellte er heraus. Im Haushalt 2017 finde das Projekt keinen Platz mehr - aber dafür habe er bei der Bundesregierung bereits einen Fördertopf (für maximal 60 Prozent der Kosten beziehungsweise 30.000 Euro) entdeckt: „Da muss man schauen, ob wir etwas kriegen.“

Standort soll neben dem Trafohäuschen am Haus der Vereine werden. Er habe sich bereits an die EAM gewandt, der das Häuschen gehöre, berichtete Groll. Auch diese halte den Standort ebenso wie die Stadt, die dort zwei Parkplätze zur Verfügung stellen könne, für geeignet.

Der Rathauschef griff aber auch noch eine weitere Anregung der SPD auf: „Vielleicht schafft sich die Stadt ja irgendwann auch ein Elektroauto an“, hatte Metz gesagt. „Wir werden beim Neukauf städtischer Fahrzeuge in den Jahren 2018 und 2019 darüber nachdenken“, entgegnete Groll.

  • Ebenfalls einstimmig segneten die Stadtverordneten die Neufassung der Satzung für die freiwilligen Feuerwehren ab. Zentraler Punkt ist, dass die jeweiligen Wehren die Möglichkeit bekommen, Bambinifeuerwehren zu gründen.

von Florian Lerchbacher

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