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Die gute alte Zeit

Konzert Die gute alte Zeit

Die Klangfarben Kirtorf und die Flötentöne Neustadt versetzten bei ihrem Konzert im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus die Besucher in Hochstimmung und sentimentale Träumereien.

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Der Kirtorfer Chor Klangfarben und die Neustädter Instrumentalgruppe Flötentöne musizierten gemeinsam im Neustädter Gemeindehaus.

Quelle: Klaus Böttcher

Neustadt. „Sentimental Journey“, so hatte die Leiterin der beiden Gruppierungen, Christiane Krapp, das Programm überschrieben. Sentimental Journey lautet auch der Titel eines Songs, den Doris Day 1945 erstmals sang. In dem damaligen Nummer-Eins-Hit geht es um die Vorbereitungen und die Vorfreude auf eine Reise und die damit verbundenen sentimentalen Erinnerungen.

Eine Reise voller Erinnerungen und Sentimentalität versprach die Moderatorin des Abends, Tanja Cupalla, und sagte: „Jetzt findet sie statt, die gute alte Zeit.“

Homogener Klangkörper

Neben „Sentimental Journey“ ließen die Akteure gleich am Anfang Erinnerungen wach werden mit Titeln wie „Schön war die Zeit“, „Blue Moon“ oder dem großartigen „Halleluja“. Die 16 Frauen und 9 Männer der beiden Gruppierungen hatten sich der Vergangenheit entsprechend gekleidet. Zu dem vorherrschenden Schwarz fehlten die typischen Accessoires der 20er Jahre nicht.Dazu zählten beispielsweise Hüte bei Damen und Herren, weiße Schals, Federn im Haar oder schwarze Stulpen.

Die Klangfarben ist ein Chor aus Kirtorf und die Flötentöne eine Instrumentalgruppe aus Neustadt. Dazu kommt der Musiker Wilfred Sohn (rundes Foto), der meist Klavier, beziehungsweise Keyboard spielt, aber auch andere Instrumente ausgezeichnet beherrscht. Alle zusammen bilden sie einen homogenen Klangkörper, den die Neustädterin Christiane Krapp leitet.

Mal singen alle zusammen, mal spielen die Flötentöne, mal singen nur die Männer und mal wird der Gesang durch Instrumente wie Mundharmonika, Akkordeon, Flöte oder Bassgitarre begleitet. Aber auch a cappella beherrschen die Sänger sehr gut, das heißt, sie verzichten dann auf ihre instrumentale Begleitung.

Eindrucksvolle Bilder an der Wand

Die Auswahl der Lieder war sehr abwechslungsreich. Da wurden sentimentale Stücke wie „Fly with Me“ oder die Ballade „Nothing Else Matters“ von stimmungsvollen Liedern wie „Wild Rover“, besser bekannt als „An der Nordseeküste“, abgelöst. Bei dem Ohrwurm „Amazing Grace“ hatte der für den Ton verantwortliche Peter Lerch den Soloteil mit der Trompete übernommen.

Die Männer alleine beeindruckten durch ihren klangvollen Gesang mit „Der Mann im Mond“ oder bei der Zugabe mit „Heideröslein“. Passend zu den Stücken sah man nicht nur den gerade ge­sungenen Titel, sondern eindrucksvolle Bilder an der Wand. Zur Einstimmung auf den zweiten Teil nach der Pause trug Stefan Taschner das Gedicht von der tragischen Geschichte der Zitrone des unvergessenen Heinz Erhardt vor.

Sehr humorvoll und gekonnt spielten Cornelia Somme und André Schlipp einen Sketch, bei dem sie sich auf ihrem Rollator sitzend an die alte Zeit erinnerten. Sie wollte es gerne noch einmal, doch er las lieber die Zeitung. Am Ende war er überredet und sie tanzten einen fetzigen Twist wie vor 40 Jahren.

Bei dem großartigen Konzert über zweieinhalb Stunden gab es selbst in der Pause etwas zu erleben: Alte Musikinstrumente waren zu bewundern. Die Zuhörer waren von dem gelungenen Konzert so begeistert, dass sie nicht nur Zugaben hören wollten, sondern auch der Applaus nicht enden wollte.

von Klaus Böttcher

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