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Neustadt würdigt Ehrenamtler mit eigenem Tag

Beschlüsse Neustadt würdigt Ehrenamtler mit eigenem Tag

Auf Antrag der CDU und auf Wunsch aller Stadt-verordneten will die Stadt Neustadt einen "Tag des Ehrenamtes" einführen, der abwechselnd mit dem "Tag der Umwelt" stattfinden soll.

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Die Neufassung der Hauptsatzung greift, daher sind Klaus Schwalm (CDU, rechts) und Anita Ochs (SPD, Mitte) nun auch offiziell Stadträte. Bürgermeister Thomas Groll führte sie ebenso ins Amt ein wie Stephani Schmitt (SPD), die in der ersten Sitzung gefehlt hatte.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Es soll ja nicht monoton werden, hebt Hans-Dieter Georgi, der Vorsitzende der Neustädter CDU, in seinem Antrag zur Einführung gleich zweier, abwechselnd stattfindender besonderer Tage hervor. Die Stadt möge zum einen das Engagement ihrer Ehrenamtler mit einer entsprechenden Veranstaltung würdigen - und zum anderen während eines „Tages der Umwelt“ den Kindern der Großgemeinde die Angebote der Umweltbildung näherbringen.

„Es geht nicht darum, Müll aufzusammeln“, ergänzte er während der Stadtverordnetenversammlung. Viel eher sollten die Natur und ihre Bedeutung in den Vordergrund gehoben werden. Ein Ansatz sei, Kindergärten, Schulen, Heimat- und Verschönerungsvereine, Umweltgruppen, HessenForst oder Jäger einzubinden und dann beispielsweise den Naturlehrgarten Momberg, die Streuobstwiesen, den Naturlehrpfad in Mengsberg, das FFH-Gebiet in Neustadt oder den Dorfteich in Speckswinkel mit seiner Flora und Fauna den Menschen näherzubringen.

Dieser „Tag der Umwelt“ soll, so Georgi, im jährlichen Wechsel mit einem „Tag des Ehrenamtes“ stattfinden, mit dem die Stadt zum einen ihre Ehrenamtler würdigen soll - beispielsweise mit einem Empfang, bei dem ein Festredner spricht. Zum anderen könnte die Stadt ihren Vereinen eine Plattform bieten, um sich zu präsentieren: „Ehrenamtliches Engagement findet besonders in unseren Vereinen statt.

Allerdings wissen wir, dass dies nachlässt. Die Aktivposten werden immer älter“, betonte der CDU-Vorsitzende. Daher gelte es, eine Aktion zu organisieren, um einen Ansporn zu geben, im Tun nicht nachzulassen - und für die Vereine zu werben, um neue Mitstreiter zu gewinnen.

Kritzler und Schmitz werden „Stadtälteste“

Die Stadtverordneten stimmten einstimmig für diese Vorschläge. Der Magistrat muss nun entsprechende Konzepte entwickeln.

nEbenfalls einstimmig segneten die Stadtverordneten ab, zwei langjährigen, kürzlich aus ihren Ämtern ausgeschiedenen, Ehrenamtlern - Manfred Schmitz (SPD) und Wilfried Kritzler (FWG) - die Ehrenbezeichnung „Stadtältester“ zu verleihen. Kritzler hatte der Stadtverordnetenversammlung von 1985 bis 2001 und dem Magistrat von 2006 bis 2016 angehört. Schmitz war von 1972 bis 1976 und von 2001 bis 2011 Stadtverordneter, von 2011 bis 2016 Stadtrat und gehörte dem Ortsbeirat Momberg von 1977 bis 2011 an.

Ebenfalls jüngst aus der Politik ausgeschieden ist Werner Kappel. Er war 39 Jahre lang in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung tätig. Er verzichtet allerdings auf die Verleihung einer Ehrenbezeichnung.

Trimm-Dich-Pfad unter neuem Namen

Zwei neue Ehrenamtler, die eben erst in den Kreis der Stadtverordneten gewählten Mario Gräser (CDU) und Sebastian Sack (SPD), traten in der zweiten Sitzung der noch jungen Legislaturperiode erstmals in Erscheinung: Beide hatten Anfragen geschrieben.

Mario Gräser regte an, unter Einbeziehung der Gemeinwesenarbeit und mithilfe von Mitteln aus dem Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ einen „Vita Parcours“ zu schaffen - sprich einen Trimm-Dich-Pfad, der unter neuem Namen derzeit ein Revival feiert. „Da können wir gerne drüber nachdenken“, entgegnete Bürgermeister Thomas Groll und stellte heraus, dass die Mitarbeiter der Gemeinwesenarbeit von diesem Ansatz begeistert seien und ihn gerne umgesetzt sehen würden.

Sebastian Sack, seines Zeichens ein engagiertes Feuerwehrmitglied, erkundigte sich nach den Hydranten und ihrer Funktionstüchtigkeit. Sie würden regelmäßig geprüft und es gebe „immer mal kleine Probleme“, kommentierte Groll auf Nachfrage des SPD-Vorsitzenden Hans-Gerhard Gatzweiler. Die Stadt werde künftig Überprüfungsprotokolle für ihren Zuständigkeitsbereich schreiben, fügte der Bürgermeister hinzu. ZMA und ZMW machen dies bereits für die Kernstadt.

von Florian Lerchbacher

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