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Neustadt verliert seine Patenkompanie

Patenschaft Neustadt verliert seine Patenkompanie

Da die 6. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons DSO in den vergangenen Tagen aufgelöst wurde, endete auch die erst 2009 geschlossene Patenschaft mit der Stadt Neustadt.

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Nachdem Hauptmann Marco Jänsch (links) die Patenschaftsurkunde an Andreas Gnau zurückgegeben hatte, überreichte er eine Spende für den Förderverein der Kita Regenbogen.Privatfoto

Neustadt. Insbesondere die historische Bürgerwehr der Junker-Hansen-Stadt pflegte in den vergangenen dreieinhalb Jahren intensiven Kontakt zu der Stadtallendorfer Bundeswehrkompanie. Um dies ein letztes Mal zu würdigen, hatte die Kompanie unter der Führung von Hauptmann Marco Jänsch die aktiven Mitglieder der historischen Bürgergarde vergangenen Mittwoch zu einer kleinen Abschiedsfeier in die Grillhütte nach Kirtorf eingeladen. Dieser Einladung waren zahlreiche Gardisten und Biedermeierdamen des Neustädter Vereins mit ihrem Vorsitzenden Andreas Gnau gefolgt.

Während der Feierlichkeiten erfolgte die Rückgabe der einst unterzeichneten Patenschaftsurkunde an die Stadt Neustadt. Andreas Gnau und Ortsvorsteher Klaus Groll nahmen die Urkunde entgegen und versprachen, dass sie einen Ehrenplatz im Rathaus erhalten werde.

Der Kommandeur des Luftlandefernmeldebataillons DSO, Oberstleutnant Frank Buthmann, bezeichnete die Patenschaft als Erfolgsgeschichte. Er würdigte die Verdienste des Offiziers- und Unteroffizierskorps der 6. Kompanie um die Kooperation genauso wie die Bemühungen der Stadt sowie die Offenheit ihrer Bürger und Vereine gegenüber der Bundeswehr.

Hauptmann Jänsch belegte dies eindrucksvoll, indem er die Höhepunkte aus den vergangenen vier Jahren Revue passieren ließ - von den Beiträgen der Kompanie zum Kirmesfestzug, über gemeinsame Schießwettkämpfe, Grill- und Kegelabende bis hin zu in Neustadt abgehaltenen Gelöbnissen und Kommandoübergaben. Besonders in Erinnerung geblieben ist den Bürgern in Uniform der Weltkindertag im „Regenbogen“, bei dem die Soldaten mit einem Essensstand vertreten waren.

Beeindruckt von dem modernen Kindergarten mit Familienzentrum und der dort geleisteten Arbeit, hatten sich die Soldaten der Kompanie zu einer internen Spendensammlung entschlossen, deren Ergebnis dem Förderverein des Kindergarten Regenbogens zukommen soll.

Mitglied im Förderverein

Gnau überreichte als Erinnerung ein Foto der Bürgergarde und bekundete die Hoffnung, dass auch in Zukunft der Kontakt nicht abbrechen möge, zumal viele der Soldaten in andere Stadtallendorfer Einheiten versetzt würden und in der Region heimisch geworden seien. Ein Beispiel sei Hauptfeldwebel Nico Grass, der in Neustadt neben einem neuen Wohnsitz auch neue Freunde gefunden hat und sogar förderndes Mitglied der historischen Bürgerwehr ist.

Die Bürgerwehr ist inzwischen Mitglied des neuen Fördervereins Stab/Stabskompanie DSO, um so die Verbundenheit mit der Truppe zu unterstreichen.

von Sebastian Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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