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Neustadt hat doch wieder einen Junker Hans

Trinitatis-Kirmes Neustadt hat doch wieder einen Junker Hans

Das Wetter war am Sonntag absolut kirmesfreundlich. „Schön, dass so viele den Festzug dieses Jahr mal wieder gesehen haben“, freute sich eine Zuschauerin.

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Der seit 150 Jahren bestehende VfL Neustadt gab sich durch und durch feierfreudig. Immerhin reitet der Verein auf einer Erfolgswelle.

Quelle: Michael Rinde

Neustadt. Die große Überraschung dieses Festzugs zur 510. Trinitatis-Kirmes lief an traditioneller Stelle: drei junge Neustädter in historischen Kostümen. Die Junker-Hansen-Stadt hat nun doch noch einen neuen Junker Hans und zwei Burgfräuleins. Marcel Schlitt, Selina Müller und Michelle Heide haben sich am Samstagabend im Festzelt spontan entschieden, diese Aufgaben zu übernehmen. „Anlass war wohl die Rede, die der Ehrenkommandant der Bürgergarde, Dr. Uwe Wittmann vorher gehalten hat“, berichtete ein hocherfreuter Bürgermeister Thomas Groll gestern Mittag der OP. Das neue Trio wurde nach dem Festzug im Zelt inthronisiert. Unter großem Beifall waren die drei vorher unter Geleit der Bürgerwehr eingezogen. Wittmann hängte dem neuen Junker Hans die Amtskette um. „Wir machen das gerne für Neustadt“, sagte Marcel Schlitt.

Der Festzug fiel so aus, wie es in Neustadt Tradition hat: einfallsreich, bunt und getragen von den Vereinen der Stadt. Politik blieb außen vor, dafür dominierte, wen wundert es, der Fußball. Gleich mehrere Wagen und Gruppen widmeten sich der WM. Klare Worte wählte beispielsweise der Borussia-Mönchengladbach-Fanclub „Rauten Sumpfis“: „It‘s Samba-Time, Jogi“. Der VfL Neustadt wie auch der Double-Gewinner TSV Mengsberg zeigten, dass sie stolz auf ihre eigenen sportlichen Erfolge in dieser Saison sind. Beim VfL ging es bei mancher kleinen Wasserdusche vom Wagen herab auch mal etwas feuchter zu. Wie viel ärmer wäre Neustadt ohne Trinitatis-Kirmes und Karneval. Darum gab es auch reichlich karnevalistisches Flair inmitten des Zuges mit seinen mehr als 40 Nummern.

Kolpingfamilie und Frauenverein 1958 Neustadt zollten der fünften Jahreszeit Tribut. Natürlich hatten die beiden Geburtstagskinder, die Historische Bürgergarde wie auch die Biedermeierdamen Besonderes zu bieten, eine fahrende Geburtstagstorte. Im Zug liefen auch Bürgergarden aus Neustadt an der Waldnaab, aus Königstein, Diez, Marburg-Weidenhausen und selbstverständlich auch aus dem nahen Kirchhain mit. Musikalisch gab es keine Probleme dank der Leistungen der verschiedenen Blaskapellen, vom Jugendblasorchester und den Neustädter Musikanten über die Emsdorfer Blasmusik bis hin zur „Show and Brass Band“ der Feuerwehr Alsfeld beispielsweise.  Feste Größen im Festzug sind auch die Kindergärten „Sonnenschein“ und „Regenbogen“.

Polizei berichtet von Schlägereien am Festzelt

In der Hindenburgstraße, gleich zu Beginn des Festzugs, säumten zahlreiche Zuschauer die Fahrbahn und spendeten beim Vorbeimarsch ihren Applaus für den Auftritt der zahlreichen Akteure. An der Spitze des Festzugs standen die Modelle der Trinitatis-Kirche und später der evangelischen Kirche. Landrätin Kirsten Fründt, Stadtverordneten-Vorsteher Karl Stehl und Bürgermeister Thomas Groll  vertraten die Honoratioren. Der Festzug verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle. Die gab es allerdings in der Nacht zum Sonntag: Wie die Polizei in Stadtallendorf gestern auf OP-Anfrage mitteilte, kam es im Umfeld des Festzeltes zu Schlägereien. Deshalb habe die Polizei die Veranstaltung gegen 3.30 Uhr letztlich beendet.

von Michael Rinde

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