Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Neupriester will Angst nehmen

Kirche Neupriester will Angst nehmen

Ein großer Tag folgt im Leben von André Viertelhausen derzeit auf den nächsten: Am Samstag weihte ihn Bischof Heinz-Josef Algermissen zum Priester, am Sonntag feiert er seine Primiz in Mardorf.

Voriger Artikel
Missgeschick mit Folgen
Nächster Artikel
Niederkleiner Musiker bringen Stimmung in den Park

Bischof Heinz-Josef
Algermissen weihte
André Viertelhausen am
Wochenende zum Priester.
Foto: Manuel Wluka (Bistum Fulda)

Mardorf. „Ich möchte die Schönheit des Glaubens, aber auch den spirituellen Reichtum in unserer Kirche den Menschen zeigen. Das ist meines Erachtens nach eine wichtige Aufgabe in der Verkündigung“, sagt André Viertelhausen zu den Beweggründen, warum er Priester werden wollte.

„Und ich möchte mit den Menschen mein Leben teilen und ihnen so die heilbringende Botschaft unseres Glaubens vermitteln“, ergänzt der Mardorfer, der am Sonntag um 9.30 Uhr in seiner Heimatkirche das Primiz-Hochamt feiert - die Primiz ist die erste Messe eines geweihten Priesters als Hauptzelebrant.

Schon am Samstag war der 31-Jährige eine Hauptfigur, als Bischof Heinz-Josef Algermissen in einem feierlichen Pontifikalamt ihn und fünf weitere Diakone durch Handauflegung zu Priestern weihte.

Dabei hatte Viertelhausens beruflicher Werdegang ganz anders begonnen: Nach dem Abitur im Jahr 2002 an der Stiftsschule Amöneburg und dem Grundwehrdienst in Homberg/Efze und Neustadt ließ sich der junge Mann in Stadtallendorf bei Ferrero zum Elektroniker für Betriebstechnik ausbilden. Nachdem er in diesem Bereich Erfahrung gesammelt hatte, ließ er ein Studium an der Theologischen Fakultät Fulda und der Ludwig-Maximilians-Universi-tät München folgen. Sein Diplom der Theologie legte er in Fulda ab.

Eins seiner Ziele ist es, den Menschen Angst zu nehmen. „Die frohe Botschaft Jesu, dass keiner, der zu ihm gehören will, verloren geht, tut mir persönlich gut. Und ich konnte auch spüren, wie diese Botschaft Jesu auch andere Menschen neu aufleben lässt - selbst bis dahin verängstigte Menschen.“ Es gebe genug im Leben, was Menschen Angst macht: „Aber wenn ich weiß, dass Gott mir beisteht, dann hilft mir das, mein Leben zu meistern.“

Als Priester will er dafür eintreten, dass die frohe Botschaft auch das Handeln der Kirche bestimmt, erklärt Viertelhausen. Wichtig sei, „dass der Glaube gelebt wird und nicht in irgendeiner Weise nur theoretisch ist, denn nur ein lebendiger Glaube bringt uns zum Handeln.“ Dies habe auch Paulus schon verkündigt, als er sagte, dass ein Glaube ohne Werke ein toter Glaube sei. „Jeder von uns soll das tun, was er kann und wozu er berufen ist. Aber wir sollten nicht vergessen: Berufen hat uns Christus“, fasst Viertelhausen zusammen.

- Das Bistum Fulda teilte gestern mit, dass Neupriester André Viertelhausen mit Wirkung vom 1. Juli zum Kaplan in der Pfarrei St. Goar in Flieden und der Pfarrei Mariae Himmelfahrt in Rückers ernannt wurde - er bleibt also in der Nähe von Fulda.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr