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Neupriester thematisiert Auferstehung

Kirche Neupriester thematisiert Auferstehung

Neupriester André Viertelhausen aus Mardorf eröffnete am Montagabend feierlich die Magdalenenoktav in der Amöneburger Lindaukapelle.

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Pfarrer Marcus Vogler (von links) übernahm die Begrüßung der Gläubigen, die Predigt hielt André Viertelhausen. Am Ende des Gottesdienstes spendete er den Primizsegen.Fotos: Karin Waldhüter

Amöneburg. Die Lindaukapelle - unterhalb Amöneburgs gelegen - führt alljährlich die Gläubigen aus vielen Orten des Umlandes zusammen. In der Nordwestecke der Lindaukapelle steht noch heute ein Bildstock aus dem Jahr 1751, der die Inschrift „Magdalena patrona sacelli“ - was übersetzt so viel bedeutet wie „Heilige Magdalena, Patronin der Kapelle, bitte für uns“, trägt. Als Zeugin der Auferstehung wird Maria Magdalena als „Apostelin der Apostel“ verehrt.

Rund 400 Wallfahrer pilgerten am Montagabend zur Lindaukapelle, um am Namenstag der heiligen Maria Magdalena gemeinsam mit Hauptzelebrant André Viertelhausen die Festwoche zu eröffnen.

Ortspfarrer Marcus Vogler rief den Gläubigen eine herzliche Begrüßung zu und freute sich über das Blasorchester der Mardorfer Feuerwehr sowie die Messdiener und Lektoren, die an diesem Abend ebenfalls aus dem Stadtteil in die Lindaukapelle gekommen waren.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Neupriester André Viertelhausen die Auferstehungsgeschichte. „Was wäre eigentlich gewesen, wenn damals in Jerusalem niemand mehr zum Grab gegangen wäre?“, fragt er von der Kanzel herab. Aber da habe es Maria Magdalena gegeben, die zunächst nur das leere Grab fand, was später der Grund für eine unbändige Freude geworden sei, die auch nach 2000 Jahren noch anhalte. Auferstehung geschehe letztendlich dort, wo das Herz noch weit und offen sei für die Not, aber auch für die Hoffnung, für die Freude eines Menschen, so der Pfarrer. Etwas von der Lebenskraft Jesu Christi werde spürbar, wo ein alter Mensch von seinen Angehörigen mit unendlicher Liebe umsorgt werde, wo Kinder noch wirklich Kinder sein dürften, wo Kinder noch ohne Angst leben dürften.

„Was geben wir denn heute noch weiter von dieser Lebensfreude der Auferstehung, und will das denn heute überhaupt noch jemand hören?“, fragte Viertelhausen kritisch. „Machen wir uns, wie Maria Magdalena damals, auf den Weg. Machen wir die Auferstehung erfahrbar und erlebbar und lassen wir uns so mit dieser Freude der Auferstehung anstecken“, gab der Neupriester den Gläubigen mit auf den Weg.

Zum Abschluss des Festgottesdienstes spendete Viertelhausen zunächst den allgemeinen Primizsegen. Als Erstlingssegen des Priesters steht der Primizsegen in hohen Ehren. Zahlreiche Gläubige nutzten anschließend die Möglichkeit, den persönlichen Primizsegen zu empfangen.

An den Gottesdienst schloss sich ein gemütliches Beisammensein im Umfeld der Kapelle an. Mit einem Gottesdienst wird die Oktav allabendlich fortgesetzt. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick wird am Montag, 29. Juli, die Festwoche abschließen.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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