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Neun neue Helfer für selbstbestimmtes Leben

Neue Seniorenbegleiter Neun neue Helfer für selbstbestimmtes Leben

Das Soziale Netzwerk Kirchhain hat neun Ehrenamtlichen, die sich in den vergangenen Monaten zum Seniorenbegleiter ausbilden ließen, ein ­Abschlusszertifikat ­überreicht

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Projektleiterin Melanie Sohl (links) und die Netzwerk-Vorsitzende Adelheid Sauer (rechts) mit den Seniorenbegleitern Marion Dörr, Gabi Petri, Claudia Ruhe, Bettina Pöltl, Rix Kaufer, Barbara Mattfeldt, Sandra Becker und Sabine Schlingmann. Es fehlt: Gabriele Brack. Foto: Yanik Schick

Kirchhain. Sandra Becker, Gabriele Brack, Marion Dörr, Rix Kaufer, Barbara Mattfeldt, Gabi Petri, Bettina Pöltl, Claudia Ruhe und Sabine Schlingmann werden sich künftig als Ehrenamtliche mit professionellen Kenntnissen unterstützend um das Wohl älterer oder körperlich beeinträchtigter Menschen im Alltag kümmern. „Es ist eine erfüllende Aufgabe“, sagte Adelheid Sauer, die Vorsitzende des Netzwerks, „man investiert zwar viel, bekommt dafür aber auch einiges zurück“.

In 62 Ausbildungseinheiten hatten sich die Ehrenamtlichen vielfältiges Wissen rund um das Thema Begleitung angeeignet. Unter anderem ging es dabei um Gesprächsführung, Trauerbewältigung, Unterstützung im Krankheitsfall, kreative Beschäftigung, Versorgung in den eigenen vier Wänden, rechtliche Vorsorge sowie den Umgang mit Angehörigen.

Projektleiterin war Melanie Sohl, die seit vergangenem Jahr als hauptamtliche Koordinatorin des Sozialen Netzwerks tätig ist.

Nach dem Selbstverständnis des Sozialen Netzwerks schließen die nun 28 Seniorenbegleiter - in einem ersten Ausbildungsgang wurden 19 Interessenten ausgebildet - eine wichtige Versorgungslücke. Denn sie helfen Menschen jeden Alters, möglichst lange und weitgehend eigenständig im vertrauten Wohnumfeld zu bleiben. Dabei entlasten sie auch die Angehörigen von hilfsbedürftigen Menschen, die erfahrungsgemäß ohne Hilfen von außen aus einer latenten Überforderung heraus ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter können und für ihren hilfsbedürftigen Angehörigen die sofortige Unterbringung in einem Pflegeheim als einzige Perspektive sehen, auch wenn es für diese Unterbringung keine zwingende medizinische Indikation gibt.

Kooperationspartner der Ausbildung waren die Stadt Kirchhain, die Altenhilfe des Kreises, der Gesundheits- und Pflegestützpunkt Marburg-Biedenkopf, der Kirchhainer Seniorenbeirat, das Evangelische Altenhilfezentrum, Die Johanniter, die Firma Hamel und der Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung.

von Yanik Schick

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