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Neujahrkonzert bringt musizierte Lebensfreude

Nachwuchs spielt auf Neujahrkonzert bringt musizierte Lebensfreude

„Musik auf hohem Niveau“, „ein tolles Konzert“, so lauteten die Reaktionen der Besucher am Ende des Neujahrskonzertes, das vom Jugendblasorchester Neustadt und dem Roßdorfer Jugendchor gestaltet wurde.

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Das Neustädter Jugendblasorchester spielte beim Neujahrskonzert zum Teil sehr anspruchsvolle
Literatur. Foto: Karin Waldhüter

Neustadt. Seine Begeisterung brachte das Publikum am Ende des zweistündigen Konzertes mit lauten Zugabe-Rufen zum Ausdruck. Viele Besucher dankten dem Chorleiter des Jugendblasorchesters Christoph Jarkow für den bereichernden Abend mit einem Händedruck.

Begonnen hatte der Abend mit einem vor Lebensfreude sprühenden Auftritt des Roß­dorfer Jugendchors, der die Stimmungsmesslatte in der nicht ganz voll besetzten evangelischen Kirche gleich zu Beginn recht hoch legte. Mit ansteckender Freude und sichtlichem Spaß an der Musik präsentierten die jungen Sängerinnen und Sänger aus Roßdorf unter der Leitung von Marius Maus zunächst christliche Lieder wie das Stück „Wir erheben uns im Glauben“ oder das Lieblingslied der Gruppe „Wohin sonst?“. Die Moderation und Vorstellung der einzelnen Beiträge übernahm Chormitglied Julia Ludwig.

Vor fünf Jahren hatte Marius Maus den Chor mit fünf Mitgliedern für einen Kirchenauftritt gegründet. Heute zählt der Chor, der von einer Gitarren­gruppe, einem Schlagzeuger und einem Pianisten begleitet wird, 31 Mitglieder. Dass der Chor, der alle Lieder selbst arrangiert, eine Vielzahl an starken Stimmen vereint, belegten die Soloauftritte von Lena Lauer, Jonas Waldhüter und Patrick Kraus.

Mit schöner Sopranstimme sang Lena Lauer das „Ave Ve­rum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Rockig und mit viel Soul in der Stimme interpretierte Jonas Waldhüter gemeinsam mit Marius Maus das „Lege deine Sorgen nieder“ von Sefora Nelson. Ein Experiment, wie der 23-jährige Chorleiter verriet, denn eigentlich werde das Lied „engelsgleich“ von Chormitglied Johanna gesungen. Ein weiterer Höhepunkt dann das Lied „Dein ist mein ganzes Herz“ von Heinz Rudolf Kunze mit Jonas Waldhüter als Leadsänger. Szenisch begleitet wurde der Beitrag von den Chormitgliedern mit dazu passenden Gesten.

Mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ eroberte dann Patrick Kraus solistisch das Publikum. Als am Ende des einstündigen Auftritts der letzte Ton des sakralen „Gassenhauers“ „Jesus dein Licht“ verklungen ist, forderte das Publikum nachdrücklich eine Zugabe, die mit dem „Irischen Segenslied“ zu einem emotionalen Höhepunkt wurde.

Das neue Jahr musikalisch zu begrüßen, ist in Neustadt zu einer liebgewonnen Tradition geworden. Bereits zum achten Mal hatten der Magistrat der Stadt Neustadt und die Evangelische Kirchengemeinde zu dem Neujahrskonzert eingeladen. Pfarrerin Kerstin Kandziora versprach dem Publikum für den Abend das erste Highlight des Jahres.

Mit den beiden Chorälen „Näher mein Gott zu dir“ und „Deep Harmonie“ füllte im zweiten Teil des Abends das von Christoph Jarkow geleitete 25-köpfige Jugendblasorchester den Kirchenraum bis in den letzten Winkel mit seiner enormen Klangfülle. Besonders gefiel dem Publikum dabei das Klarinettensolo von Lena Wickel, die dafür einen Extra-Applaus bekam. Dann entführte das Jugendblasorchester das Publikum mit vier Sätzen aus der „Peer Gynt Suite“ von Edvard Grieg nach Norwegen.

Mit „Morgenstimmung“, „Ase Tod“, „Anitra’s Tanz“ und „In der Halle des Bergkönigs“ beschwor das Ensemble musikalisch die aufgehende Sonne und die arabische Wüste genauso wie Kobolde und Zwerge in der Halle des Bergkönigs. Die folgende „Blue Ridge Saga“ von James Swearingen ist eine Komposition, die die Schönheit und Geschichte des Blue-Ridge-Gebirge in North Carolina reflektiert.

Das Stück stellte höchste Ansprüche an das Ensemble: Klarinetten und Trompeten und Flügelhörner kämpfen musikalisch gegeneinander; zudem sind viele Taktwechsel zu bewältigen.

Christoph Jarkow gelang es, die einzelnen Werke detailreich und in vielen Bildern zu beschreiben und so die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf bestimmte Passagen zu lenken. Ein Medley von Jaques-Offenbach-Melodien wurde zum abschließenden Höhepunkt des Abends.

Die Musiker erbaten statt Eintrittgeld eine Spende für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe.

von Karin Waldhüter

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