Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Neugestaltung kann kommen

Dorferneuerung Neugestaltung kann kommen

Freude und Erleichterung waren die vorherrschenden Gefühle während der Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung. Die Arbeiten am Kirchplatz sollen jetzt so schnell wie möglich beginnen.

Voriger Artikel
Karl Theis ist neues Ehrenmitglied des TSV
Nächster Artikel
Star "Gina" aus Österreich hilft gerne

Dr. Annette Schick stellte die Pläne für die Neugestaltung des
Erfurtshäuser Kirchplatzes vor.Fotos: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. Erfurtshausen. Dass der Vorsitzenden des Arbeitskreises Dorferneuerung, Dr. Annette Schick, am Dienstagabend ein Stein vom Herzen fiel, war ihrem Gesicht deutlich abzulesen. Der siebten Sitzung des Arbeitskreises war ein Gespräch zwischen Schick, dem Ortsbeirat und Karl-Heinz Lohmer, dem Anwohner des Kirchplatzes, vorangegangen. Dabei war es gelungen, eine Einigung für den Platz zu erzielen und eine Nutzungsvereinbarung zu treffen, welche Lohmers Hoffläche für 35 Jahre öffentlich nutzbar macht.

„Ich freue mich riesig und glaube, die Gestaltung des Kirchplatzes wird ein Gewinn für den gesamten Ort“, erklärte Schick zufrieden. Um den Gesamtplatz möglichst lange zu erhalten, hätten sich der Ortsbeirat eine Nutzungsdauer von 40 Jahren und die Stadt Amöneburg eine Nutzungsdauer von mindestens 25 Jahre gewünscht. Der Anwohner habe sich dagegen eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgestellt. 35 Jahre sei nun ein „vernünftiger Kompromiss“, betonte Schick.

Die Spitze des neugestalteten Kirchplatzes wird in Zukunft eine Säulenkirsche bilden. Einen Teil des historischen Pflaster wollen die Erfurtshäuser erhalten, für die Straße planen sie, das geräuschärmere Pflaster „Tafelstein Haselnuss“ zu verlegen. Vor der Kirche sollen Schadstellen ausgebessert werden. Palisaden und Grünpflanzen sollen eine weitere Aufwertung mit sich bringen. „Ich denke, wir gewinnen einen schönen Platz im Ortskern“, erklärte Schick.

Durch die Einbeziehung der Hoffläche erhöhen sich die Kosten für den Platz: Der Mehrbedarf von 13000 Euro muss an anderer Stelle eingespart werden, denn das Gesamtbudget der Dorferneuerung Erfurtshausen kann nicht erweitert werden. Jetzt muss nur noch auf die Bewilligung gewartet werden, damit dann schnellstmöglich die Aufträge an die ausführenden Firmen vergeben werden können.

Die Möglichkeit, dass der Platz bereits zur ersten heiligen Kommunion im neuen Glanz erstrahlen könne, sah Patrick Ludes allerdings nicht. Der Sachbearbeiter vom Fachdienst Dorf und Regionalentwicklung des Landkreises begleitet in Erfurtshausen die Dorferneuerung. Als nächstes zeitliches Ziel für den Abschluss der Arbeiten am Kirchplatz gab Schick die Kirmes aus, die im Juli in Erfurtshausen gefeiert wird.

Pflaster soll auch am alten Friedhof genutzt werden

Das Pflaster „Tafelstein“ soll auch am alten Friedhof zum Einsatz kommen. So sei ein günstigerer Preis erzielbar, betonte Schick. Das Projekt soll ebenfalls noch in diesem Jahr angegangen werden. Vorgesehen ist, als erstes den mittleren Weg zu pflastern und eine Boule-Fläche einzurichten.

Ob ein zweiter Bauabschnitt kommen wird, wollen die Erfurtshäuser entscheiden, wenn klar ist, wie die umgestaltete Fläche angenommen wird.

Eine gute Nachricht hatte auch Architektin Ivonne Linne zum Projekt „Umfeldgestaltung Bürgerhaus“. Vorgesehen ist ein großer Teil an Eigenleistung, um die Kosten zu drücken. Das Pflaster wurde in dieser Woche angeliefert, die Bauschuttcontainer und der Splitt sind bestellt, sodass morgen die Arbeiten beginnen können.

Noch vor Ostern sollen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt beendet werden. Obwohl sich die zu pflasternde Fläche wesentlich vergrößert habe, bleibe man unter dem ursprünglichen Preis, so Linne. Das alte Pflaster werde am Spielplatz Verwendung finden, ein Teil erhalte die Genossenschaft, zudem gebe es private Anfragen.

Sobald es die Witterung zulässt, sollen auch die Arbeiten am Spielplatz weitergehen. Das Backhaus-Projekt (90 000 Euro) ist ein weiteres großes Vorhaben der Dorferneuerung. Das Gutachten und das weitere Vorgehen sollen Thema einer Arbeitskreissitzung werden. Weiter diskutiert wurden die Projekte „Älter werden in Erfurtshausen“. Dabei wurde überlegt mit anderen Initiativen der Stadt Amöneburg ins Gespräch zu kommen.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr