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Neues Raumkonzept, neue Unterrichtsmethode

Schule Neues Raumkonzept, neue Unterrichtsmethode

Zunächst herrschte Skepsis, doch inzwischen sind Lehrer und Schüler der Beruflichen Schulen in Kirchhain glücklich und zufrieden mit einer Neuerung: der "offenen Lernlandschaft".

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Die Schüler freuten sich im Gespräch mit Dr. Karsten McGovern über die neue „offene Lernlandschaft“.Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Die „offene Lernlandschaft“ ist Teil eines modernen pädagogischen Konzeptes und schafft beste Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße Förderung der Schüler. Drei Kreis lies drei Klassenzimmer so umbauen, dass mit Hilfe verschiebbarer Glastüren Räume verschiedener Größe gebildet werden können.

Die Lernlandschaft ist mit drei Whiteboards, einer flexibel einsetzbaren Möblierung für 72 Schüler sowie einem Beamer ausgestattet. Computerarbeitsplätze sollen folgen. An den Wänden gibt es Flächen für Präsentationen.

Genutzt wird die „offene Lernlandschaft“ seit nunmehr vier Monaten sowohl durch die drei Klassen zur Berufsvorbereitung als auch durch verschiedene Fachoberschulklassen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf investierte als Schulträger für den Umbau und die Ausstattung der modernen Lernlandschaft in Kirchhain rund 90000 Euro.

„Frontalunterricht ist so gut wie vorbei“, erläutert Schulleiter Ingo Herde und freut sich über „optimale Bedingungen“ für Unterricht im Sinne von fördern und fordern. „Die spezielle Raumlösung ist positiv für uns“, bilanzierte der Schulleiter.

Nach anfänglicher Skepsis innerhalb des Lehrerkollegiums gebe es nunmehr eine lange Warteliste. „Die Räume erfahren eine besondere Wertschätzung durch die Schüler“ betont Herde. „Ich freue mich, dass sie das Angebot so stark nutzen“, ergänzt der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern.

Baulich sei die Umstrukturierung nicht allzu aufwendig gewesen, allerdings hätten technische Anforderungen, wie eine gute Dämmung der Räume, viel Beachtung erfahren müssen. McGovern hebt das Engagement der Beruflichen Schulen hervor und lobt Herde für die Impulse, moderne pädagogische Konzepte auf den Weg zu bringen. „Der Umbau bedeutet nicht nur eine räumliche Veränderung, sondern vielmehr lernen die Schüler jetzt miteinander“, stellt der Kreisbeigeordnete heraus.

Wie zufrieden die Schüler sind, zeigt eine Umfrage zum neuen Raum- und Unterrichtskonzept. Julian Parsch (12FOW4) bestätigt das. „Es ist angenehm, hier zu arbeiten. Die Arbeit in einzelnen Gruppen ist sehr effektiv, weil jeder etwas zum Thema beisteuern kann. Zudem ist der Geräuschpegel innerhalb der Klasse viel leiser“, berichtet der Schüler.

Häufig werden die drei Räume von zwei Klassen genutzt, die ein gemeinsames Thema parallel erarbeiten. So ist es möglich, die Klassen zur Berufsvorbereitung in den Fächern Deutsch, Englisch und Berufsorientierung gemeinsam zu unterrichten. „Die Schüler können sich in vielen Arbeitsphasen frei zwischen den Räumen bewegen, und sie erhalten Aufgaben, die auf ihren individuellen Leistungstand abgestimmt sind“, erklärt Helga Meinke, Klassenlehrerin einer BBV-Klasse. Die Vorbereitung im Vorfeld des Unterrichts sei zwar etwas größer, dies werde aber durch ein entspanntes Unterrichten aufgehoben, ergänzt Lehrerin Silvia Serzlikp.

Für die Sommerferien ist der Umbau von vier weiteren Klassenräumen zu einer zweiten offenen Lernlandschaft geplant. Im Jahr 2014 steht die energetische Sanierung des Gebäudes an, betont Dietmar Göttling vom Dezernatsbüro des Ersten Kreisbeigeordneten hin.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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