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Neues Projekt beim Erlensee

Winterlinde Baum des Jahres Neues Projekt beim Erlensee

Am Montag ist der Tag des Baumes. Die Projektgruppe Erlensee hat zu diesem Anlass am Erlensee den Baum des Jahres 2016, die Winterlinde, mit einem Schild kenntlich gemacht.

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Jochen Kirchner (von links), Thomas Hoos, Stefan Schulte und Dr. Astrid Wetzel stehen der Winterlinde.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. „Die Winterlinde wird wie die Sommerlinde bis zu 35 Meter hoch und kann ein Alter von über 1000 Jahren erreichen. Sie ist etwas anspruchsloser als die Sommer­linde und in Osteuropa weiter verbreitet als in Westeuropa.“ So steht es unter anderem auf dem Schild an der Winterlinde. Auf diesem gibt es außerdem Infos zu den Früchten, den Blättern, den Blüten, der Rinde und weitere Details zu dem Baum.

So anschaulich sind alle 27 bisherigen Bäume des Jahres auf jeweils einer Tafel beim Baum beschrieben. „Die meisten der ,Bäume des Jahres‘ waren schon da“, erzählt Dr. Astrid Wetzel von der Projektgruppe Erlensee. Lediglich Weißtanne, Lärche, Wildapfel, Elsbeere, Speierling und Wacholder mussten am Erlensee gepflanzt werden.

Alle in der Vergangenheit mit dem Prädikat „Baum des Jahres“ Ausgezeichneten seien entlang des Baumlehrpfades beim Gang um den Erlensee zu sehen, sagte Astrid Wetzel. Der Sponsor für die Tafel der Winterlinde, der Kirchhainer Apotheker Thomas Hoos, sagt: „Ich laufe mehrmals in der Woche um den See, und ich finde es interessant, dass die Bäume auf Schildern beschrieben sind.“

Akustikstation ab 1. Mai wieder geöffnet

Die „Projektgruppe Erlensee“ und die „Region Burgwald-Ederbergland“ weisen darauf hin, dass die Akustikstation am 1. Mai wieder öffnet. Interessant ist eine Neuerung in der Station am Erlensee. Alle Aufnahmen und Hörbilder aus der Natur, wie beispielsweise Tierstimmen oder Sommergewitter mit den jeweiligen Erklärungen, werden jetzt mit sogenannten Hör­stützen präsentiert.

In einem großen Buch findet man alle Fragen und Schlagworte, die dort mit einer Codierung versehen sind. „Ein elektronischer Stift liest den Code und gibt die Datei auf den Kopfhörer weiter“, erklärt Astrid Wetzel und ergänzt: „In der Akustikstation kann jeder zum Forscher werden.“ Das Buch gibt es auch in der Brailleversion für sehbehinderte oder blinde Menschen.

Die Akustikstation ist ab dem 1. Mai bis Oktober an jedem Sonntag von 14 bis 17 Uhr für jedermann geöffnet. Gruppen können nach vorheriger Anmeldung auch an anderen Tagen kommen. Sie werden bei Bedarf durch das Naturschutzgebiet geführt. Anmeldungen dazu nehmen die Stadt Kirchhain (Telefon 06422 / 8080) und für Sehbehinderte die Blindenstudienanstalt (Telefon: 06421 / 6060) entgegen.

Bürgermeister kündigt neues Projekt an

Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner kündigte ein neues Projekt für das Gebiet an. An dem hinter der Wohraflut­mulde gelegenen See soll in Zusammen­arbeit mit Hessen Forst und der Projektgruppe Erlensee ein Beweidungskonzept verwirklicht werden. Es könne für Besucher aus der Stadt, besonders für Kinder, interessant sein, die Tiere hinter dem Zaun zu beobachten. „Es soll auch ein Beobachtungsstand gebaut werden“, sagte Kirchner. Durch das Einbringen von Erdaushub sollen im See Flachwasser-Zonen entstehen, die den Lebensraum für Wasservögel aufwerteten. Durch die Beweidung würde der Uferbewuchs verhindert.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Gewässer bei Kirchhain bundesweit unter den Top fünf für Zugvögel einzuordnen sind.

von Klaus Böttcher

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