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Neues Haus, neue Möglichkeiten

Feuerwehr Neues Haus, neue Möglichkeiten

Die Hatzbacher Jugendfeuerwehr hat in letzter Zeit Zulauf bekommen. Gründe sind die gute Ausbildung und die besseren Möglichkeiten, die die Brandschützer durch das neue Feuerwehrgerätehaus haben.

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Christian Somogyi (Vierter von rechts) machte sich in Hatzbach ein Bild von der Jugendarbeit, die immer besser wird. Patrick Diehl erklärt derweil das Binden von Knoten.

Quelle: Klaus Böttcher

Hatzbach. „Wir haben derzeit 14 Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren, davon sind drei Mädchen“, freut sich Jugendfeuerwehrwart Marko Sommer. Einmal in der Woche am Samstagvormittag treffen sich die Kinder.

Und diesmal ist es ein besonderer Tag, denn Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi ist gekommen, um der Jugendfeuerwehr einen Besuch abzustatten. Der zwölfjährige Paul findet das äußerst spannend - er ist heute zum ersten Mal mit dabei.

 Durch Freunde, die schon in der Jugendfeuerwehr waren, ist er dazu gekommen. Einer von ihnen ist der ebenfalls zwölfjährige Lion, der schon ein gutes halbes Jahr dabei ist. Er findet an der Jugendfeuerwehr „alles“ spannend - und was er dann sagt wird nicht nur seinen Jugendwart und die Wehrführung, sondern den Ortsbeirat und den Bürgermeister freuen: „Man weiß, dass man später Leuten helfen kann.“ Bei einer derartigen Einstellung braucht den Hatzbachern um die Zukunft ihrer Feuerwehr nicht bange sein.

Während der stellvertretende Jugendwart Patrick Diehl mit den Kindern das Binden von Knoten übt, erinnert sich Sommer an schlechtere Zeiten: „Im alten Gebäude ohne Unterrichtsraum, da konnten wir keine gute Jugendarbeit durchführen. Jetzt haben wir einen extra Jugendraum und seit kurzem eine Wettkampfbahn, da können wir Pokalwettkämpfe durchführen“, strahlt er. Er freut sich wie seine Schützlinge auf den 11. Juni, dann wird in Hatzbach der Stadtjugendpokal veranstaltet.

Gute Entwicklung für die Kinder

Dass die Jugendfeuerwehr so gut aufgestellt ist, liegt aber auch an der Unterstützung durch die Einsatzabteilung und die Werbung der Hatzbacher im Ort: Sie begeistern die Kinder für den ehrenamtlichen Einsatz, was schon im Kindergarten anfängt.

Über die Hatzbacher Jugendfeuerwehr freut sich auch Somogyi, denn der Nachwuchs sei die Zukunft der Einsatzabteilung. Berufsfeuerwehrleute seien sehr teuer, erklärt er und sagt: „Wichtig ist das, was hier ehrenamtlich geleistet wird bei der Jugendfeuerwehr.

Das ist für die Kinder eine gute Entwicklung.“ Und dann spricht er Werte wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit an, die gelehrt würden. „Wenn ich sehe, wie viele Kinder in der Jugendfeuerwehr sind: Das spiegelt das Engagement der Bevölkerung wider.“

„Aus der Bevölkerung heraus ist auch die Idee zu einem Erste-Hilfe-Kurs entstanden, der jetzt gerade vom Roten Kreuz im Gerätehaus durchgeführt wird“, erklärte Zugführer Reiner Schmidt. 20 Frauen und Männer hätten sich spontan dazu gemeldet.

Die Kinder in der Jugendfeuerwehr finden die feuerwehrspezifische Ausbildung spannend und brennen im Moment auf den Pokalwettkampf - aber sie sind auch begeistert von dem, was sie sonst unternehmen: Sie treiben gemeinsamen Sport, spielen Spiele, vergnügen sich bei Zeltabenden und unternehmen auch mal Tagesfahrten. „Neulich haben die Kinder selbst belegte Pizza gebacken“, ergänzt Wehrführer Torben Knoch.

von Klaus Böttcher

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