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Feuerwehr

Neues Haus macht Leben viel leichter

Die älteren Bewohner Anzefahrs werden sich erinnern: Schon vor mehr als 30 Jahren sollte ein neues, funktionales Feuerwehrhaus das alte ersetzen. Nun ist es so weit.
Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker (von links), Jochen Kirchner, Wehrführer Jan Drescher und der stellvertretende Wehrführer Sebastian Rhiel freuen sich über das neue Gebäude.

Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker (von links), Jochen Kirchner, Wehrführer Jan Drescher und der stellvertretende Wehrführer Sebastian Rhiel freuen sich über das neue Gebäude.

© Yanik Schick

Anzefahr. Am Samstag weihte die Feuerwehr ihr modernes Gebäude, das die Einsatzkräfte bereits seit Dezember 2011 nutzen, offiziell ein. Für die Planer und Hilfskräfte endete damit ein langes und zum Teil kräfteraubendes Kapitel.

Gerade die Mitglieder der Feuerwehr, die jahrelang ehrenamtlich mit angepackt und so die Gesamtkosten des Baus auf 500000 Euro gedeckelt hatten, freuten sich über ein sehenswertes Bild im Hohlweg: Das neue Haus bietet zwei große Stellplätze für das Einsatzfahrzeug und den Mannschaftstransportwagen, dazu für Frauen und Männer getrennte Umkleidekabinen, einen großen Lagerplatz für die Ausrüstung sowie einen Sitzungs- und Versammlungsraum.

Altbau bestand lediglich aus Garage

Warum die Feuerwehr in Anzefahr dieses modernisierte Gebäude dringend benötigte, zeigt ein Blick auf den Altbau. Der hatte seit seiner Inbetriebnahme 1974 lediglich aus einer Garage bestanden. Wurde die Feuerwehr alarmiert, so musste erst der Einsatzwagen aus dem Haus gefahren werden, damit genügend Platz war, um sich umzuziehen. Sanitäre Anlagen und Schulungsräumlichkeiten fehlten komplett. „Die Situation war so einfach nicht haltbar“, erinnerte sich Bürgermeister Jochen Kirchner.

Erstmals hatten Stadt und Feuerwehr Anfang der 1980er Jahre deswegen einen Neubau ins Auge gefasst. Die immensen Kosten standen dabei aber immer wieder im Weg. „Wir haben zunächst ermittelt, was wir brauchen. Wegen der finanziellen Lage war das aber schon damals schwierig“, erklärte Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker. Außerdem verzögerte sich die Beantragung und Bewilligung der Fördermittel durch das Land Hessen. Der entsprechende Bescheid lag, wie Jochen Kirchner ausführte, erst im Jahr 2000 vor. Dafür deckte dieser Betrag aber auch ungefähr 40 Prozent der Gesamtkosten.

Feuerwehrleute halfen 4.000 Stunden mit

So begannen 2009 die gut zweijährigen Bauarbeiten. Allein 4.000 Stunden halfen die Feuerwehrleute Anzefahrs neben ihren beruflichen Tätigkeiten und ohne Vergütung bei dem Projekt mit. „Ohne diese Eigenleistung wäre das Ganze für die Stadt nicht zu schultern gewesen“, meinte Reinhold Bonacker stolz.

Auch der Kreisbeigeordnete Klaus Weber und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer zollten den Ehrenamtlichen ihren Respekt: „Das ist fast schon einmalig. Ich ziehe meinen Hut“, sagte Schäfer.

Der Handlungsspielraum der Feuerwehr ist durch das neue Haus mit dem vorherigen Zustand kaum zu vergleichen. Nicht nur im Notfall können die Feuerwehrleute nun schneller und reibungsloser reagieren -auch für die Ausbildung des Nachwuchses in Anzefahr haben die Räumlichkeiten entscheidende Bedeutung. „Wir hoffen natürlich, die Bürger dadurch auch ein wenig motivieren zu können“, sagte Reinhold Bonacker.

von Yanik Schick

[Florian Lerchbacher]

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