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Neues Album ist eher „Nischen-Musik“

Thomas Lemmer Neues Album ist eher „Nischen-Musik“

Am Freitag, 5. Dezember, erscheint mit „Zero Gravity“ das vierte Album des gebürtigen Neustädters Thomas Lemmer. Zum Song „Distant Earth“ gibt sein Label sogar erstmals ein Video heraus.

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Mit seinem neuen Album „Zero Gravity“ will Thomas Lemmer bei seinen Hörern ein Gefühl der Schwerelosigkeit erzeugen.

Quelle: Privatfoto

Neustadt. Wenn er die Musik seines neuen Albums höre, fühle er sich leicht, fast schwerelos, sagt Thomas Lemmer und erläutert so, wie er auf den Namen „Zero Gravity“ gekommen ist: „Die Namensfindung ist bei Instrumental-Musik immer etwas schwieriger – also habe ich dabei einfach auf meine Gefühle gehört.

Am Freitag erscheint sein viertes Album, das dann auf CD und in allen bekannten Download-Stores erhältlich sein wird. Ein Teil der Songs entstand zwar, während der 37-Jährige sein im vergangenen Jahr veröffentlichtes Album „Still“ produzierte, die Musik sei jedoch ganz anders, betont er: langsamer, chilliger und vor allem instrumental.

Dabei hatte der Hobbymusiker – der in Osnabrück wohnt, aber auch viel Zeit in seiner Heimat Neustadt verbringt – mit „Still“ eine „recht ordentliche Platzierung“ erreicht, wie Lemmer Platz acht in den Electronic-Charts bei iTunes bescheiden bezeichnet. „Ich kann ein bisschen stolz sein“, kommentiert er mit ähnlicher Zurückhaltung. Das gute Feedback hielt ihn indes nicht davon ab, mit „Zero Gravity“ etwas Neues zu probieren: Es sei ein „Ambient-Album“ und anders als „Still“ –für das er allerdings auch bereits einen „Nachfolger“ plant, an dem wieder die Gastsänge­rinnen Naemi Joy und Sabrina Vieweber und erstmals Rapper Samy alias Samuel Michalcik mitwirken sollen.
„Zero Gravity“ werde weniger den Mainstream bedienen und sei auch nicht so leicht zugänglich, erklärt Lemmer.

Hier ein kleiner Vorgeschmack aus dem neuen Album:

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Allerdings liege ihm Ambient/Chillout als Nischen-Musik sehr am Herzen: „Wenn ich sie mache, entspanne ich mich.“
Um sich auf die andere Stilrichtung einzustellen, hatte der 37-Jährige extra seine komplette Produktionsumgebung umgestellt. „Ich habe viel mehr mit externem Equipment gearbeitet und sehr viele analoge Synthesizer aufgenommen, um diese Klänge zu erzeugen“, berichtet er und erläutert: „Bei ,Still‘ arbeitete ich viel mit dem Computer. Jetzt kamen oft Synthesizer zum Einsatz – das fördert die Kreativität und den Entscheidungsprozess.“ Im Gegensatz zur Musikproduktion am Rechner gebe es bei der Arbeit mit diesem Instrument keine Möglichkeit, auf den letzten Drücker noch etwas zu verändern: „Man muss sich irgendwann entscheiden, ob etwas fertig ist. Dann heißt es aufnehmen und konservieren –aber editieren ist dann nicht mehr möglich.“

Erzwingbar ist Kreativität jedenfalls nicht, sagt Lemmer über den Entstehungsprozess seiner Songs. Manchmal kämen ihm Ideen, die er dann sofort festhalten müsse, um sie nicht wieder zu verlieren – das sei allerdings nicht die Regel: Zumeist gehe er mit dem Wunsch, etwas Neues zu schaffen, in sein Studio und improvisiere dann am Klavier oder spiele mit Sounds am Synthesizer herum: „Dabei entstehen Ideen, die ich ausarbeite – und so kommt ein Element zum anderen.“

Hier gehts zu einem weiteren Teaser aus "Zero Gravity". Dem Lied" Distant Eart"

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20 neue Songs warten ab Freitag auf die Fans elektronischer Musik. Drei Favoriten hat Lemmer auserkoren: „Sehnsucht“ ähnele einem Drama, sei abwechslungsreich und baue sich langsam auf, bis das große Finale komme. „Leenas Song“ entstand in Kooperation mit „Setsuna“, einem Produzenten, der ebenfalls bei Lemmers Label „Sine Music“ unter Vertrag steht: „Mit ihm wollte ich immer etwas zusammen machen. Irgendwann haben wir uns bei ihm in Hamburg getroffen, uns acht Stunden lang eingeschlossen und heraus kam Leenas Song – der zwar anders als meine andere Musik ist, aber an den Klavierparts ist deutlich zu hören, dass ich dabei war“, kommentiert Lemmer, dessen dritter Liebling „Distant Earth“ ist. Zum einen, weil ihm die Drum-Beats und die Sounds an sich besonders gut gefallen. Zum anderen aber auch, weil „Sine Music“ zu diesem Song ein Video herausgibt – das in seiner Aufmachung deutliche Parallelen zum Album zieht: Ziert das Cover der CD ein Foto aus den Whistler Mountains, das Lemmer während eines Kanada-Urlaubes schoss, so prägen das Video Aufnahmen aus den Alpen, die Profi-Fotograf Lukas Schweizer schoss. Es wird auf Lemmers Internetseite, bei You­tube und auf der Homepage von „Sine Music“ zu sehen sein – und, so der 37-Jährige, „hoffentlich“ auch bei Musiksendern in Internet und Fernsehen.

von Florian Lerchbacher

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