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Neuer Kommandeur fühlt sich heimisch

Andreas Marlow Neuer Kommandeur fühlt sich heimisch

Am 30. September gibt es den Wechsel an der Spitze der Division Schnelle Kräfte. Mit Andreas Marlow übernimmt einer das Kommando, der die Region in sehr guter Erinnerung hat.

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Das Bild zeigt Brigadegeneral Andreas Marlow im Afghanistan-Einsatz im Jahr 2012.

Quelle: Foto: Bundeswehr

Stadtallendorf. Die Zeichen bei der Division Schnelle Kräfte stehen auf Führungswechsel. In wenigen Wochen steht der Übergabeappell an. Der Kommandeur Einsatz und stellvertretende Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Carsten Jacobson, überträgt Brigadegeneral Andreas Marlow formell das Kommando über eine von noch drei Heeresdivisionen. Der künftige Divisions-Kommandeur spricht in einem ersten Statement gegenüber der OP von einer „Chance“. Zur Division gehören aktuell 9800 Bundeswehr-Soldaten, außerdem sind ihr rund 2100 Soldaten der 11. Luchtmobielen Brigade unterstellt.

Marlow selbst sieht das große Fähigkeitsprofil der Division, die er übernimmt und das von Landes- und Bündnisverteidigung über nationale Krisenvorsorge bis hin zur Unterstützung bei Katastrophen im Inland reiche. „Ich werde mich in dieses Team einbringen und mein Möglichstes tun, um den hohen Leistungsstand und den guten Ruf der Division zu halten“, sagt er. Natürlich sieht er die klassischen Felder wie Ausbildung und Übung, Einsatz und materielle Einsatzbereitschaft. Aber: „Im Mittelpunkt sehe ich jedoch die Menschen, ohne die eine solche Organisation nicht funktioniert. Hier wird auch der Schwerpunkt sein“, betont er zugleich.

Zum zweiten Mal in Mittelhessen stationiert

„Seine“ zukünftige Division und ihre verschiedenen Einheiten sehe er aus verschiedenen Blickwinkeln, aktuell aus seiner derzeitigen Verwendung im Verteidigungsministerium, aber auch aus der Zusammenarbeit in der Vergangenheit und im Einsatz. So sei ihm beim Hochwassereinsatz 2013 beispielsweise zeitweilig ein Fallschirmjägerbataillon unterstellt gewesen. Als Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ war Marlow unter anderem am Kampf um den Deich bei Fischbeck beteiligt. Für Andreas Marlow ist es das zweite Mal, dass er in Mittelhessen stationiert wird. Seine Erinnerungen an die Zeit bei der Panzerbrigade 14 „Hessischer Löwe“ in Neustadt sind sehr positiv, wie er berichtet: „Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, weil ich sowohl die Menschen in der Region als sehr offen und herzlich erlebt und ich auch diese schöne Landschaft sehr geschätzt habe.“ Er habe sich bei der kürzlichen Wohnungssuche gleich wieder heimisch gefühlt.

Auch bis Berlin habe sich mittlerweile herumgesprochen, wie groß die Verbundenheit der Mittelhessen mit der Bundeswehr sei. „Das sind ideale Voraussetzungen für so einen zentralen Standort“, unterstreicht Andreas Marlow. Er übernimmt die Division Schnelle Kräfte zu einem Zeitpunkt, wo erhebliche Teile des Umgliederungsprozesses nach der jüngsten Bundeswehr-Reform abgeschlossen sind oder unmittelbar vor ihrem Abschluss stehen. Nach wie vor läuft die Eingliederung der 11. Luchtmobielen Brigade der niederländischen Streitkräfe in die Division. Sie gilt innerhalb der Bundeswehr als beispielgebend für ähnliche Projekte.

 
ZUR PERSON

Brigadegeneral Andreas Marlow ist in Eutin in Schleswig-Holstein geboren, 52 Jahre alt und verheiratet. Der Bundeswehr gehört er seit dem 1. Juli 1982 an. Marlow studierte Pädagogik an der Universität der Bundeswehr.

Er diente bei verschiedenen Panzerbataillonen und absolvierte seine Generalstabsausbildung, unter anderem in Toronto. Nach Stationen im Personalamt und im Verteidigungsministerium war Marlow von 2011 bis 2013 Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 in Vorpommern, die beim Elbe-Hochwasser im Einsatz war. Danach übernahm er das Kommando über das Ausbildungszentrum Munster, bevor er im Juni 2014 Büroleiter des Generalinspekteurs der Bundeswehr wurde.

Im Jahr 2006 war Andreas Marlow Chef des Stabes des deutschen Kfor-Kontingents im Kosovo, 2012 gehörte er zum Stab des Regionalkommandos Nord in Afghanistan.

von Michael Rinde

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