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Neuer Anlauf für Vermarktung

Stadthalle Neuer Anlauf für Vermarktung

Die Diskussionen über die Bewirtschaftung und Vermarktung der Stadthalle leben wieder auf. Heute Abend dürfte das Stadtparlament grundsätzlich grünes Licht für einen Magistrats-Vorstoß geben.

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Die Stadtallendorfer Stadthalle ist inzwischen seit mehr als 13 Jahren in Betrieb. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Eine anstehende personelle Veränderung im Herbst gab den Anstoß: Berthold Littich, in der Verwaltung seit Jahren für das Hallenmanagement verantwortlich, beginnt die Altersteilzeit. Der Magistrat mit Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) an der Spitze will jetzt eine Art „Testballon“ starten und sehen, ob sich nicht doch ein privater Betreiber für die Hallenvermarktung interessieren könnte. Die ursprüngliche Vorlage von Magistrat und Verwaltung sah vor, dafür ein formelles Interessenbekundungsverfahren auf den Weg zu bringen. Ein solches Verfahren wäre ähnlich einer Ausschreibung. Es gehe darum, Ideen für eine bessere Vermarktung zu sammeln, erläuterte Freddy Greib. Sollte sich daraus gemeinsam mit einem privaten Interessenten ein tragfähiges Konzept entwickeln lassen, wollten Verwaltung und Magistrat es zunächst ein Jahr lang testen. Die Stadt sollte während dieser Zeit einen Betriebskosten-Zuschuss von 50000 Euro an den Betreiber zahlen. Im Kern liefe dies auf eine öffentlich-private Partnerschaft hinaus, bei dem die Stadt aber wohl in jedem Falle Halleneigentümer bliebe. Doch in der Sitzung des Ausschusses für Grundsatzangelegenheiten am Dienstagabend einigten sich die Vertreter aller Fraktionen darauf, zunächst nur „grünes Licht“ Möglichkeiten zur Optimierung der Stadthallenvermarktung zu prüfen. Vor einem Interessenbekundungsverfahren müssen der Fachausschuss und das Stadtparlament noch einmal zustimmen.

Grundsätzlich waren sich alle Fraktionen am Dienstagabend einig, dass sie den Versuch des Magistrats unterstützen wollen. Dieter Erber (CDU) sprach zwar von einer gewissen Skepsis in seiner Fraktion. „Wir sollten aber sicherlich den Versuch angehen“, meinte Erber.

Die SPD hatte jedoch einen Änderungsantrag formuliert, in dem sie forderte, vor einem formellen öffentlichen Verfahren zunächst einmal „die Punkte zu klären, die der Stadt wichtig sind“, wie Werner Hesse (SPD) formulierte. Hesse wies darauf hin, dass bei einem formellen Interessenbekundungsverfahren die Vorgaben der Stadt durchaus Verbindlichkeit besitzen.

Bereits bei den Beratungen in der Ausschuss-Sitzung wurde klar, dass zahlreiche Fragen vor dem Verfahren geklärt sein sollten, beispielsweise wäre die künftige Rolle der Vereine zu definieren, wobei die Fraktionsredner keinen Zweifel ließen, dass es dort keine Abstriche geben dürfte. Winand Koch (FDP) warnte vor zu großem Optimismus, was eine mögliche Suche eines privaten Mitbetreibers angeht. „Wir könnten froh sein, wenn wir die Halle zu akzeptablen Bedingungen losbekämen.“

Einigkeit herrschte im Übrigen auch dabei, dass die Stadt ihre Vorgaben nicht zu eng setzen darf, um potenzielle Interessenten nicht gleich zu verprellen.

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