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Neue Wege sollen zur Kunst führen

24. Kunst- und Kulturtage Neue Wege sollen zur Kunst führen

Rund 40 Veranstaltungen stehen auf dem Programm der Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtage, die am Samstag, 7. Mai, beginnen. Das sind fast doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren.

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Das Collegium Musicum Stadtallendorf besteht seit 40 Jahren und gibt das Abschlusskonzert der Kunst- und Kulturtage.Archivfoto

Stadtallendorf. In den vergangenen Jahren gingen die Zuschauerzahlen bei den Veranstaltungen der Kunst- und Kulturtage zumeist zurück. Grund genug für die Veranstalter, etwas anderes zu probieren. Daher haben die Stadt und ihre Mitstreiter zahlreiche neue Punkte ins Programm aufgenommen, die teilweise erst auf den zweiten Blick etwas mit Kunst oder Kultur zu tun haben.

Das Public Viewing zum DFB-Pokalfinale ist so ein Fall, wobei Christoph Grimmel von der Stabsstelle der Stadt einwirft: „Fußball ist ein wichtiger Teil unserer Kultur.“ Und so findet sich auch für Kochkurse, das Jona-Gemeindefest oder auch das Europafest eine logische Erklärung, warum sie durchaus ein Teil der Kunst- und Kulturtage sein sollten.

„Wir möchten auch junge Menschen an Kunst und Kultur heranführen und sie dafür begeistern“, betont Reiner Bremer, der Leiter der Stabsstelle. Aus diesem Grund finden mehrere Veranstaltungen im Jugendzentrum statt und richten sich, so wie das gemeinsame Schauen des Eurovision-Songcontest oder die Kunstwerkstätten in erster Linie an Kinder, Jugendliche und junggebliebene Menschen.

Hinzu kommen Veranstaltungen von Kindern oder speziell für Kinder wie das Stück „Ein Mann für Mama“ mit dem Kinder und Jugendtheater der Kolpingfamilie Niederklein, das Kindertheater „Wer sitzt denn da im Spritzenhaus?“ des katholischen Kindergartens St. Michael oder das Stadtspiel „City­bound“. Im Jugendzentrum setzt sich zudem eine Gruppe Jugendlicher mit dem Thema „Märchen“ auseinander, des Weiteren finden mehrere Kunstwerkstätten dort statt.

„Ohne die vielen engagierten und ehrenamtlichen Mitglieder der Vereine und besonders dem Kulturkreis wäre es in dieser Weise nicht realisierbar gewesen. Wir freuen uns auf vielfältige, bunte Kunst- und Kulturtage 2016 für Jung und Alt“, lobt Bürgermeister Christian Somogyi und hebt hervor, dass die Stadt Veranstalter ist in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis, dem Arbeitskreis Europafest, dem Dokumentations- und Informationszentrum, dem Förderverein Stab DSK, der evangelischen Kirchengemeinde, der Georg-Büchner-Schule, dem Jugendzentrum, dem Kindergarten St. Michael, der Kolpingfamilie Niederklein, dem Männergesangverein (der 125 Jahre alt wird und die Kunst- und Kulturtage eröffnet), dem Verkehrsverein und dem Collegium Musicum (das 40 Jahre alt wird und dies zum Abschluss der Kunst- und Kulturtage mit einem Konzert feiert). „Unser Fokus liegt auf der Regionalität. Wenn heimische Künstler auftreten, spricht das auch das heimische Publikum verstärkt an“, sagt Bremer und betont, dass es beispielsweise mit einem auswärtigen Comedian schwierig sei, die Stadthalle zu füllen.

Einige „Auswärtige“ treten aber dennoch auf: Die Georg-Büchner-Schule und der Verein Maximum haben beispielsweise das Comedy-Theater „Halber Apfel“ verpflichtet, das das Stück „Almanya, ich liebe dich“ zeigt. Der Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte holt eine Fotoausstellung der Pulitzer-Preis-Trägerin Anja Niedringhaus - die Fotos in Krisengebieten machte und selber im Jahr 2014 einem Anschlag in Afghanistan zum Opfer fiel.

Eine Besonderheit ist auch die Verlegung der Stolpersteine am 18. Mai im Stadtgebiet. Passend dazu gibt es einen Tag vorher einen Vortrag im Dokumentations- und Informationszentrum, um den Bürgern Hintergrundinformationen zu bieten.

Ebenfalls außergewöhnlich dürfte der Auftritt von Samuel Koch werden, der sich seit seinem Unfall bei „Wetten, dass...?“ zurück ins Leben kämpft. Er gibt, von Musik begleitet, am 15. Mai eine Konzertlesung - als Teil des Jona-Festivals und der Kunst- und Kulturtage. „Großes Lob an Pfarrer Thomas Peters, der uns tatkräftig unterstützt“, hebt Reiner Bremer hervor.

Wieder ein Teil des Programms sind nach einem Jahr Pause das Pfingstkonzert im Heinz-Lang-Park und an gleicher Stelle „Rock im Park“, das erweitert wurde und nun „Rock meets Rap im Park“ heißt.

Zwei Vereine nutzen die Kunst- und Kulturtage, um sich kräftig zu feiern: Der Männergesangverein darf die Veranstaltungsreihe am Samstag, 7. Mai, anlässlich seines 125-jährigen Bestehens eröffnen (die OP berichtete gestern). Das Orchester „Collegium Musicum“, das 40 Jahre alt wird, will mit seinem Konzert am 12. Juni für einen angemessenen Abschluss sorgen.

Für einige Veranstaltungen im Jugendzentrum, zum Beispiel die Kochkurse, sind Anmeldungen erforderlich. Des Weiteren gibt es für verschiedene Programmpunkte Karten im Vorverkauf. Nähere Informationen finden sie in den Info-Heften zu den Kunst- und Kulturtagen (erhältlich beispielsweise im Rathaus) oder auf der Homepage der Stadt www.stadtallendorf.de

von Florian Lerchbacher

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