Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Neue Räume für neue Aufgaben

Soziales Netzwerk stellte neues Zuhause vor Neue Räume für neue Aufgaben

Das Soziale Netzwerk Kirchhain ist eine Selbsthilfeorganisation, deren Arbeit im Zeitalter desdemografischen Wandels unverzichtbar ist: Mit einem Tag der offenen Tür stellte der Verein seine neuen Räume vor.

Voriger Artikel
Das Ein-Euro-Modell hat funktioniert
Nächster Artikel
Knapp am Gefängnis vorbei

Die Leiterinnen der einzelnen Projekte gaben Einblick in die Arbeit des Vereins und führten durch die neuen Räumlichkeiten. Von links: Die Vorsitzende Adelheid Sauer, Friedericke Nebel (organisiert die Arbeit der Seniorenbegleiter), Brigitte Blechschmidt (Erzählcafé), Birgit Jacobsen (Lesepatin und Büchertauschbörse), Else Boss (Spiel und Spaß), Dr. Margit Hintz (Lesekreis) und Sibylle Werner (Büchertauschbörse und Spiel und Spaß). Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Mit dem Umzug vom Bürgerhaus in das Haus Biegenstraße 7 ist für die Vereinsvorsitzende Adelheid Sauer „der Traum“ dergestalt in Erfüllung gegangen, dass Menschen jetzt hier eine Begegnungsstätte finden und die Arbeit des Sozialen Netzwerks hier fortgesetzt werden kann.

Gleich nach dem Betreten des größten Raums fällt eins besonders auf: Hier ist ein „Wohnzimmer“ zum Wohlfühlen entstanden. Bilder schmücken die Wände, zwei einladende Sessel stehen bereit, die Bücherregale aus dunklem Holz sind gut gefüllt, helle Gardinen und Tischdecken runden den freundlichen Eindruck ab.

Mit rund 100 Quadratmetern sind die neuen Räume in etwa so groß, wie die zuvor vom Netzwerk genutzten Räume im ehemaligen Bürgerhaus-Restaurant. Die Stadt Kirchhain hatte das Gebäude gekauft, die ehemaligen Praxisräume umgebaut und die untere Etage dem Verein zur Verfügung gestellt. Mit rund 3000 Euro Eigenmitteln beteiligte sich der Verein an der Fertigstellung. Neben einem weiteren Besprechungsraum und einer Küche hat die Pflegeberatung jetzt einen eigenen Raum. Der Thekenbereich der ehemaligen Arztpraxis wurde übernommen und wird vom Sozialen Netzwerk weiter genutzt.

Für die Mitglieder des Vereins und für Adelheid Sauer hatte der Tag emotional begonnen. Teilweise zu Tränen gerührt, nahm die Vorsitzende Reden und Geschenke entgegen. So als der ehemalige zweite Vorsitzende Egon Dürfeldt mit Uhr und Urkunde als Geschenk gratulierte. „Mit oder im Sozialen Netzwerk scheint auch noch im hohen Alter die Sonne“, steht da zu lesen. Mit umgezogen ist auch das große Bild, das zum Motto des Vereins geworden ist und von Egon Dürfeldt 1998 für den Verein gemalt wurde: „Hand in Hand - Jung und Alt - Miteinander Füreinander“.

Überhaupt haben viele Spender geholfen, das Projekt zu verwirklichen. „Es ist enorm, was alles gekommen ist, wir haben Geschirr, Lampen, einen Kühlschrank, Sessel und noch vieles mehr zum Umzug erhalten“, bestätigt Sauer.

Am Vormittag hatte Adelheid Sauer unter dem Motto „Neue Räume für neue Aufgaben“ das Fest eröffnet. Dabei ging die 68-jährige zunächst auf die große Bedeutung des Ehrenamtes ein. „Ein Gemeindeleben ohne ehrenamtliches Engagement ist auch künftig nicht denkbar. Das galt früher, genauso wie es heute gilt“, hob sie hervor. Nur die Formen, die Motive und die Bereitschaft der Bevölkerung zum bürgerschaftlichen Engagement seien verändert. Auch heute seien Bürger bereit Verantwortung zu übernehmen, um durch ihr Engagement die Lebensqualität für sich und andere zu verbessern.

Das belegten die Projekte Büchertauschbörse, Erzählcafé, Singen und Musizieren, Hausaufgabenbetreuung, Lesekreis, Lesepaten in Kindertagesstätten Spiel und Spaß und Hilfen zur Alltagsbewältigung, so Adelheid Sauer.

Betreut werden die Projekte von Birgit Jacobsen, Sibylle Werner, Brigitte Blechschmidt, Anne Frische, Gaby Lesch-Sewing, Gertrud Valentin, Ingrid Ziegenbein, Dr. Margit Hintz, Else Boss und Friedericke Nebel. In diesem Jahr wurden 19 Seniorenbegleiter ausgebildet. Friedericke Nebel koordiniert die Hilfeleistungen.

Gemeinsam mit dem neuen zweiten Vorsitzenden Klaus Vering seien in Zusammenarbeit mit dem Haus Elisabeth noch weitere kleine generationsübergreifende Projekte möglich, so Adelheid Sauer. Angedacht seien zum Beispiel ein Mittagstisch mit gemeinsamen Kochen und Essen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr