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In genau einem Jahr hat "fib" Stadtallendorf genügend Spenden erhalten, um ein Fahrrad für Rollstuhlfahrer anzuschaffen.

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Petra Neumann und Christian Somogyi präsentierten das neue Fahrrad. Rechts steht Wolfgang Urban, dahinter haben sich ­Vertreter der Sponsoren aufgestellt. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Probeweise drehte Petra Neumann auf dem neuen Rollstuhlfahrrad eine Runde durch den Ausstellungsraum der Stadthalle. Bürgermeister Christian Somogyi trat in die Pedale. Das moderne Fortbewegungsmittel kombiniert ein herkömmliches Fahrrad mit einer Plattform, auf der der Rollstuhlfahrer festgeschnallt werden kann. Optisch ist das Gefährt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dafür aber leicht zu handhaben, erklärte Wolfgang Urban, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen („fib“), dessen Außenstelle in Stadtallendorf nun Eigentümer des Rollstuhlfahrrads ist.

„Für den, der hinten sitzt und strampelt, sieht es schwierig aus. Tatsächlich ist das Fahrrad wegen der gut gelegten Schwerpunkte aber extrem leichtgängig“, sagte Urban. Obwohl das Gesamtgewicht also recht hoch ist, werden die Oberschenkel des Fahrenden nicht wirklich strapaziert. Und der Rollstuhlfahrer? „Für ihn ist das ein besonderes Freizeitvergnügen. Denn normalerweise haben ‚Rollis‘ ja nicht die Chance, Fahrrad zu fahren“, betonte Jenny Sprenger, die Leiterin der „fib“-Stelle in Stadtallendorf. ­Eine Dreifachsicherung durch automatische Spanngurte sorgt dafür, dass die Person während der Fahrt nicht von der Plattform rutschen kann. Genau ein Jahr lang hatte es gedauert, bis der Verein über die notwendige Summe in Höhe von knapp 10000 Euro verfügte, um das Rollstuhlfahrrad anzuschaffen.

Auf dem Herbstmarkt im vergangenen Jahr war dafür der Grundstein gelegt worden: Die „Aktion für behinderte Menschen Oberhessen“ leistete eine Anschubfinanzierung von knapp 1500 Euro.

Auch die Firma Kaphingst ­sowie der Eintracht-Frankfurt-Fanclub „Adlerhorst“ in Stadtallendorf unterstützten das Projekt. „Adlerhorst“ verwendete die Einnahmen aus dem Testspiel des Bundesligisten gegen Eintracht Stadtallendorf dafür. Danach allerdings geriet die Spendensammlung, auf die „fib“ angewiesen war, ins Stocken. „Ich war skeptisch, ob es gelingt. Aber die Stadt hat sich noch einmal richtig reingehängt, so Wolfgang Urban. Mit der HOPPE AG und der Herrenwald Wohnbau GmbH kamen weitere Unterstützer hinzu, sodass „fib“ pünktlich zum Herbstmarkt das Fahrrad kaufen und präsentieren konnte.

nIn der fib-Außenstelle in Stadtallendorf, Wetzlarer Straße 7, kann das Rollstuhlfahrrad fortan geliehen werden. Ansprechpartnerin ist Jenny Sprenger, Telefon 06428/9264032.

von Yanik Schick

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