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Neue Flächen für Bauherren

Baugebiete Neue Flächen für Bauherren

Mit neuen Baugebieten in der Kernstadt und den Stadtteilen will Kirchhain seine Attraktivität als Wohnstadt stärken. Das sagte Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

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Wo jetzt noch zwischen dem alten und dem neuen Rewe-Markt der Mais meterhoch steht, kann künftig gebaut werden. Die große Baulücke wird als Baugebiet ausgewiesen. Dort entsteht unter anderem ein Seniorenzentrum. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der Kämmerer verwies auf die überragende Bedeutung, die der Einkommensteueranteil für die städtischen Finanzen habe. Deshalb sei es wichtig, dass die Stadt auch künftig insbesondere jungen Familien Bauland anbieten könne. Mit einstimmigen Voten billigten die Stadtverordneten städtische Bauleitplanungen für Baugebiete, die sich in unterschiedlichen Stadien befinden.

Kernstadt

n Die Stadtverordneten fassten den Offenlegungsbeschluss für den Bebauungsplan „Röthe 0“. Der Stadt lägen bereits mehr als 30 Anfragen von Bauwilligen für das Baugebiet vor, unterstrich Olaf Hausmann die Bedeutung des Projekts für die Weiterentwicklung der Wohnstadt Kirchhain. n Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Seniorenzentrum Auf der Röthe“ fassten die Parlamentarier den Aufstellungsbeschluss. Ein Bauträger aus Schifferstadt möchte auf der derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen dem alten und dem neuen Rewe-Markt ein Seniorenzentrum für 100 Bewohner bauen. Mit Blick auf den Bedarf und die entstehenden 50 bis 60 Arbeitsplätze sprach Hausmann von einem wichtigen Projekt für die Stadt Kirchhain. n Auf der gleichen Fläche sollen zusätzlich Bauplätze neben dem Seniorenzentrum entstehen. Dem Antrag der Eigentümer, die Stadt möge dort eine Mischbaufläche entwickeln, stimmten die Stadtverordneten zu. n Die gleichen Grundeigentümer beantragten einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für ein Teilstück der Eisenbahnstraße, das gegenüber dem Rewe-Markt liegt. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche diene der Nachverdichtung der Wohnbebauung in diesem Bereich, wie der Bürgermeister erklärte. Die Grundeigentümer tragen sämtliche Kosten für die Bauleitplanung. Stadtteile n Anzefahr: Unterhalb des Friedhofes und der Sindersfelder Straße können auf einem rund 8600 Quadratmeter großen Grundstück neun Bauplätze entstehen. Auch hier sei eine Innenverdichtung der Wohnbebauung geplant, für die das Regierungspräsidium seine Zustimmung signalisiert habe, erklärte der Bürgermeister. Die Erschließung erfolge über die Sindersfelder Straße. In Absprache mit den Grundeigentümern solle das Kirchhainer Ein-Euro-Modell angewendet werden. Nach diesem Modell wird mit der Erschließung des Baugebiets erst begonnen, wenn ausreichend viele Bauplätze verkauft sind.Damit wird vermieden, dass die Stadt jahrelang auf den Erschließungskosten für nicht verkaufte Bauplätze sitzen bleibt. Mit dem Aufstellungsbeschluss legten die Stadtverordneten gewissermaßen den Grundstein für das Anzefahrer Baugebiet. n Kleinseelheim: Hier könnten durch die Erweiterung des jüngsten Baugebiets an der Straße Schöne Aussicht acht Bauplätze entstehen. Der gültige Flächennutzungsplan sieht an dieser Stelle eine landwirtschaftliche Nutzung vor. Deshalb wird für das Vorhaben des Grundeigentümers, der das Baugebiet gemeinsam mit einer Kirchhainer Firma entwickeln und vermarkten möchte, neben einem Bebauungsplan auch eine Änderung des Flächennutzungsplans benötigt. Da es in Kleinseelheim mehrere Baulücken gibt, besteht die Gefahr, dass die bisherige Siedlungserweiterungsfläche Roßdorfer Straße/Ziegeleistraße zugunsten des Gebiets Schöne Aussicht aufgegeben werden muss. Alle Planungs- und Erschließungskosten werden vom Grundeigentümer getragen. n Niederwald: Hier geht es um zwei benachbarte Bauplätze, von denen einer in einer Baulücke liegt. Für den zweiten Bauplatz werden 654 Quadratmeter Gartenland benötigt. Dafür müssen der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan „Kleingartengebiete“ geändert werden. Die Stadt begrüßt das Bauvorhaben einer Bauherrin, die die Planungskosten übernehmen wird, aus städtebaulicher Sicht. Durch die Bebauung beider Grundstücke werde eine Abrundung zu den Grundstücken Im Biegen 5 und Marktweg 17 erreicht.Auch hier stimmten die Stadtverordneten zu.

von Matthias Mayer

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