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Neue Aufgabe für die Feuerwehr

Brandschutz für Flüchtlings-Unterkünfte Neue Aufgabe für die Feuerwehr

Die Mitglieder der Neustädter Feuerwehr zogen im Gerätehaus eine positive Jahresbilanz. Die Sprecher befassten sich bereits mit einem Ausblick auf die kommenden Monate.

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Auf dem Bild sind zu sehen (hinten von links) Fördervereinsvorsitzender Klaus-Peter Kuhn, stell­vertretender Wehrführer Uwe Bielert, Stadtbrandinspektor Erhard Wölk, Bürgermeister Thomas Groll sowie die Beförderten Robin Gies (vorne, von links), Manuel Koch, Ann-Kristin Wölk und Thomas Heide.

Quelle: Yanik Schick

Neustadt. Auf die 55 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen in Neustadt-Mitte kommt in diesem Jahr viel Arbeit zu. Darin waren sich Bürgermeister Thomas Groll und der stellvertretende Wehrführer Uwe Bielert während der Jahreshauptversammlung einig. Im Mittelpunkt der zusätzlichen Herausforderungen steht natürlich der Brandschutz für die neue Erstaufnahmeeinrichtung der Flüchtlinge. Sind in der früheren Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne erst einmal 800 Menschen aus verschiedenen Kriegsgebieten untergebracht, steht die Feuerwehr vor einer großen Herausforderung. „Dort entsteht sozusagen der zweitgrößte Ortsteil Neustadts“, betonte Uwe Bielert.

Erstaufnahmeeinrichtung als Herausforderung

Aus Sicht der Einsatzkräfte geht es deshalb im Vorfeld vor allem darum, die Situation vor Ort für einen Notfall-Einsatz kennenzulernen. „Wie ist die Anfahrt? Wo finden wir Hydranten?“, das seien laut Bielert wichtige Fragen, die geklärt werden müssen.

Auch Bürgermeister Groll räumte ein, dass „es im Bereich des Brandschutzes noch das ein oder andere zu tun“ gebe. Er freute sich aber gleichzeitig über den Optimismus, mit dem die Feuerwehr an die neue Aufgabe herantrete.

Kein Feuer zu löschen und keine Verletzte

Ein großer Teil dieser Motivation dürfte aus den erfolgreichen Erfahrungen des vergangenen Jahres resultieren. 28 Einsätze hatte die Feuerwehr Neustadt-Mitte abzuarbeiten, unter anderem an den beiden Unwettertagen am 11. Juli und 5. August, als jeweils aus zahlreichen Kellern Wasser abgepumpt werden musste.

Erstaunlich, aber gleichermaßen erfreulich: Die Feuerwehr hatte nicht ein einziges Mal wegen eines Feuers ausrücken müssen. „Und es gab keine Verletzten“, sagte Uwe Bielert. Er vertrat an diesem Abend Wehrführer Wolfram Streichert, der auf der Geburtstagsfeier des Ortsvorstehers Klaus Groll weilte.

Neues Fahrzeug kommt in einem Jahr

Zudem hatte die Feuerwehr im Jahr 2014 den Förderbescheid des Landes für ein neues Staffellöschfahrzeug erhalten. Die Ausschreibung läuft derzeit, Uwe Bielert rechnet mit einer Inbetriebnahme in gut einem Jahr.

Der stellvertretende Wehrführer lobte insbesondere den Einsatz der Aktiven. So haben im vergangenen Jahr mehr als 50 Prozent aller Feuerwehrleute in Neustadt-Mitte zusätzlich zum normalen Übungsdienst einen Lehrgang absolviert. Auch die Jugendlichen seien sehr engagiert, ergänzte Jugendwart Frank Frohmüller.

„Der Magistrat weiß um die Bedeutung der Feuerwehr. Deshalb werden wir auch in Zukunft trotz angespannter Finanzlage in die Ausbildung und Ausrüstung investieren“, sagte Thomas Groll.

von Yanik Schick

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