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Neubau soll mehrere Probleme lösen

Bundeswehr-Standort Neubau soll mehrere Probleme lösen

Der Bund plant in den nächsten Jahren eine weitere größere Investition am Bundeswehr-Standort Stadtallendorf. Ein Neubau könnte auch zu besseren Betreuungsangeboten verhelfen.

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Derzeit wird die Kanalisation in der Herrenwald-Kaserne saniert. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Foto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Das Gebäude des Hauses Hohenwald, des früheren Soldaten-Freizeitheims, steht seit dem Herbst 2009 leer. Ende 2012 fiel die definitive Entscheidung, das Freizeitheim nicht wiederzubeleben. Der damalige stellvertretende Kommandeur der Division Spezielle Operationen (heute Division Schnelle Kräfte), Volker Bescht, hatte diese Entscheidung seinerzeit als „harten Schlag in die Kniekehle“ der in Stadtallendorf stationierten Soldaten bezeichnet.

Vielleicht gibt es in den nächsten Jahren aber doch eine Perspektive für eine neue Soldaten-Betreuungseinrichtung. Wie Divisionskommandeur Brigadegeneral Eberhard Zorn erläutert, gibt es Überlegungen, ein neues Gebäude mit gleich mehreren Funktionen zu errichten. In ihm könnte die Verpflegung für die Soldaten am Standort erfolgen, wie auch Platz für Freizeitangebote für Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere entstehen. Auch einen möglichen Standort für ein solches Gebäude gibt es schon: Laut Zorn könnte es auf einem Teil des jetzigen Bundeswehr-Parkplatzes vor der Herrenwald-Kaserne entstehen. Ob und wann der Bund bauen lässt, ist aber noch völlig offen. Bisher ist nur der Bedarf, den es am Standort Stadtallendorf gibt ermittelt worden.

„Jener Neubau ist eine von mehreren Möglichkeiten“, sagt Jörg Töpper, Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums in Stadtallendorf. Die Entscheidung liege jetzt beim Verpflegungsamt der Bundeswehr, das sich in Oldenburg befindet.

Doch was geschieht mit dem leeren Gebäude des früheren Soldaten-Freizeitheimes in der Artilleriestraße? „Es ist nicht zu sanieren und wird wohl über kurz oder lang abgerissen“, sagt Divisionskommandeur Zorn.

Die Zivilverwaltung der Bundeswehr, also das Dienstleistungszentrum hat den Bedarf für das Gebäude geprüft. Jetzt werde geklärt, wie das Gelände in Zukunft gestaltet wird, sagt Jörg Töpper.

Zwischenzeitlich gab es auch die Überlegung, die militärgeschichtliche Sammlung aus dem früheren Stabsgebäude in der Hessen-Kaserne in das leere Haus Hohenwald umzusiedeln. Doch auch dieser Plan hat sich aus Kostengründen erledigt.

Dennoch zieht die Sammlung, viel mehr das, was davon übrigbleiben wird, in ein anderes Gebäude auf dem Gelände der Herrenwald-Kaserne um. „Die Sammlung wird sich in Zukunft auf die Tradition der Bundeswehr beschränken“, erklärt Bert Dubois, der Leiter der militärgeschichtlichen Sammlung. Die erst 2012 hinzugekommenen Exponate der aufklärenden Artillerie sind bereits an die Artillerieschule Idar-Oberstein abgegeben worden, wie Zorn berichtete.

Zukünftig wird die Sammlung statt bisher 600 bis 700 Quadratmeter nur noch über knapp 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche verfügen. Exponate aus den beiden Weltkriegen werden ebenso nicht mehr ausgestellt werden können wie Ausstellungsstücke aus Zeiten der Nationalen Volksarmee der DDR. Bert Dubois schätzt, dass die Herrichtung der neuen Räume bis zum Frühjahr nächsten Jahres dauern dürfte.

Die militärgeschichtliche Sammlung war ursprünglich in der Neustädter Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne angesiedelt, 2008 zog sie nach Stadtallendorf um. Im Jahr 1998 hatte die Sammlung den angesehenen Otto-Ubbelohde-Preis des Landkreises erhalten.

von Michael Rinde

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