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Neubau-Plan nimmt vorletzte Hürde

Feuerwehr-Gerätehaus Neubau-Plan nimmt vorletzte Hürde

Die Grundlage für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Hatzbach hat das Stadtparlament geschaffen. Jetzt geht es um die eigentliche Planungsarbeit - in Absprache mit Wehr und Ortsbeirat. Angesichts der Kostenvorstellungen im Stadtparlament dürfte eine Einigung nicht leicht fallen.

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Über die Zukunft des jetzigen Feuerwehrgerätehauses müssen sich Stadt und Hatzbacher Ortsbeirat in den nächsten Wochen einig werden. Archivfoto

Stadtallendorf. Am Ende sagt Frank Drescher, Ortsvorsteher und SPD-Stadtverordneter zu einem Punkt der Beschlussvorlage als einziger Nein - und zwar zur Einführung einer „Orientierungsmarke“ bei den Baukosten. Sie liegt bei 500000 Euro. Über die am Ende mit Feuerwehr und Ortsbeirat abgestimmte Planung einschließlich voraussichtlicher Baukosten wird das Stadtparlament dann noch einmal entscheiden. Drescher findet die jetzt im Raum stehende Summe von 500000 Euro „nicht richtig, ohne das wir die endgültige Planung kennen“, sagte er als einer der letzten Redner bei diesem Tagesordnungspunkt. Er sehe die Gefahr, dass wichtige und von der Hatzbacher Feuerwehr benötigte Räume nicht eingeplant werden könnten. Ortsbeirat und Feuerwehr hatten bereits im Vorfeld in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Bedenken formuliert. Bei den übrigen Punkten , dem grundsätzlichen Baubeschluss und dass sich Verwaltung und Ortsbeirat über das jetzige Gerätehaus einig werden müssen, gab es ein einstimmiges Votum. Viel Zeit für Planungen bleiben den Beteiligten nicht: Denn bis September muss der städtische Zuschussantrag beim Kreis vorliegen, der ihn dann an das Land weitergibt. Ansonsten müsste die Stadt das Gebäude ohne Zuschüsse bauen, was sich Stadtallendorf de facto nicht leisten kann. Stadtallendorfs Stadtparlament müsste also spätestens in der Sitzung am 12. September eine endgültige Bauentscheidung treffen.

In der Parlamentsdebatte am Donnerstagabend hob der Hatzbacher Dieter Erber (CDU) die positive Seite des Beschlusses klar hervor: „Nach langen Jahrzehnten in einer ehemaligen Maschinenhalle bekommt Hatzbachs Wehr endlich ein zeitgemäßes Gebäude.“ Der Wehr gehe es nicht darum, „goldene Wasserhähne“ zu bekommen, sondern um ein entsprechendes Raumprogramm. Friedhelm Wieber (FDP) wollte Missverständnissen vorbeugen. Er hatte in einer Ausschuss -Sitzung klargemacht hatte, dass die 500000-Euro-Marke ernstgenommen werden sollte. Seine Fraktion sei nie gegen den Bau des Gerätehauses gewesen, sondern habe sogar schon in einer Sitzung am 9. April klargemacht, dass sie sich für den Bau von zwei Gerätehäusern für Hatzbach und Erksdorf ausprechen wird. „Aber es muss der Rahmen eingehalten werden, wenn das nicht möglich sein sollte, muss transparent erklärt werden, warum das nicht geht“, sagte Wieber. SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Hesse erinnerte noch einmal an den „langen, schweren Entscheidungsgang“, den es gegeben habe. Damit meinte er den Vorstoß, für beide Wehren ein gemeinsames Gebäude zu schaffen. Hatzbachs Wehr hatten sich klar dafür ausgesprochen, in Erksdorf gab es aber Bedenken und am Ende ein klares Nein (die OP berichtete). Die Verwaltung hatte vorgerechnet, dass die Kostendifferenz zwischen zwei Neubauten und einem gemeinsamen Gebäude verkraftbar erscheint.

Hesse verwies darauf, dass „die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehren nicht mit Geld aufzuwiegen ist.“ und das hauptamtliche Kräfte die teurere Alternative wärren. Darauf pochte unter anderem auch Manfred Thierau (Republikaner). „Das ist kein Thema für politische Auseinandersetzung“, sagte er. Aber Thierau machte auch keinen Hehl daraus, dass aus seiner Sicht ein gemeinsames Gerätehaus auf lange Sicht die günstigere Lösung gewesen wäre. Michael Feldpausch (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einer „Investition in die Zukunft.“

Nötig sind die beiden Neubauten in beiden Stadteilen: Beide Gebäude sind nicht mehr zeitgemäß, beide Wehren brauchen neue Fahrzeuge, die nicht mehr in die jetzigen Gerätehäuser passen werden. Hatzbachs Bedarf ist dabei auch zeitlich gesehen der dringendere.

von Michael Rinde

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