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„Netto“ will an den Kreisverkehr

Wohratal „Netto“ will an den Kreisverkehr

Das Wohrataler Gemeindeparlament hat am Dienstagabend einen wichtigen ersten Schritt für die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters im künftigen Gewerbegebiet Halsdorf getan.

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Der „Netto“-Markt könnte in Nähe des Kreisverkehrs an der Bundesstraße 3 entstehen.

Quelle: Richter

Wohratal. Den Namen der Discounterkette, die sich möglicherweise im geplanten Gewerbegebiet Halsdorf mit einem Markt ansiedeln möchte, wollte am Dienstagabend keiner nennen. Nach Recherchen dieser Zeitung handelt es sich um „Netto“. Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) wollte das aber auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Vom Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Das Gemeindeparlament beschloss zunächst, Bebaungs- und Flächennutzungsplan so anzupassen, dass sich im Gewerbegebiet ein Lebensmittelmarkt ansiedeln könnte. Dazu ist die Ausweisung einer Sonderfläche nötig. Exakt 799 Quadratmeter Verkaufsfläche sind vorgesehen. Außerdem beginnen jetzt ernsthafte Verhandlungen mit Investoren, die das Gebiet für die Gemeinde erschließen und die Grundstücke weitervermarkten sollen (diese Zeitung berichtete).

Hartmann sprach am Dienstag von mittlerweile drei Interessenten, einer davon ist die Hessiche Landgesellschaft. Mit dem Investor müsste Wohratal dann einen „städtebaulichen Vertrag“ schließen. Darin ließe sich dann auch regeln, dass die Gemeinde entscheidet, welche Art von Unternehmen sich im Gewerbegebiet zukünftig ansiedeln dürften. Klaus-Dieter Engel, Fraktionsvorsitzender der SPD, zeichnete zunächst ein negatives Bild der Situation der Gemeinde. Die Schülerzahlen sänken in den nächsten Jahren um 30 Prozent, mit dem Weggang der Molkerei habe die Gemeinde wichtige Arbeitsplätze verloren. In Halsdorf schloss der letzte Dorfladen am Jahresende. „Wir können die Gemeinde nur attraktiv halten, wenn die Infrastruktur stimmt und zu der gehört einfach ein Supermarkt“, sagte Engel.

Im Prinzip sah das auch Dr. Gerhard Willmund, der Fraktionsvorsitzende der CDU so, wenn auch mit einem deutlich formulierten „Aber“. Seine Fraktion sehe auch Nachteile der Discounteransiedlung. Die formulierte Gemeindevertreterin Brigitte Pandikow (CDU). Sie fühle sich der Gemeinde und deren Einzelhandel verpflichtet, für den sie negative Auswirkungen fürchtet. „Ein Investor sieht nur seinen Profit“, sagte Pandikow. Sie stimme mit Nein.

Etwa 3.500 Artikel soll der Markt führen, davon gehören bis zu 170 Produkte zum Biosegment. Das Marktgebäude soll laut Hartmann quer zur katholischen Kirche im künftigen Gewerbegebiet liegen.

von Michael Rinde

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