Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Nein zum Standort Burgholz

Windkraft Nein zum Standort Burgholz

Windkraft soll es in Rauschenberg nur auf zwei Vorrangflächen geben: Im bestehenden Windpark „Auf der Hecke“ und im geplanten Windpark„Rote Küppel“.

Voriger Artikel
Stahlträger verbiegen sich unter der Hitze
Nächster Artikel
Sonntag rettet die Ostermarkt-Bilanz

Der Windpark „Auf der Hecke“ – hier aus Blickrichtung Ernsthausen – soll vollständig erhalten werden. Archivfoto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Ohne weiteren Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung beriet und entschied der Rauschenberger Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen über die Stellungnahme der Stadt zum Teilregionalplan-entwurf über Vorranggebiete zur Nutzung von Windenergie in Mittelhessen. Diskussionsgrundlage war ein Antrag der CDU-Fraktion, der - bei Enthaltung der Grünen - angenommen wurde.

Der Entwurf der Planungsbehörde sieht für Rauschenberg drei Windkraft-Vorranggebiete vor: den bestehenden Windpark zwischen Ernsthausen und Josbach, den geplanten Windpark im Stadtwald zwischen Rauschenberg und Sindersfeld und eine Fläche zwischen Ernsthausen und Burgholz, die ein privater Investor für einen Windpark nutzen möchte.

Der Entwurf sieht wegen zu geringer Windgeschwindigkeiten eine Verkleinerung der Vorrangfläche „Auf der Hecke“ um mehr als die Hälfte auf 30 Hektar vor. Die Konsequenzen wollen die Rauschenberger Kommunalpolitiker nicht hinnehmen. Nach 20-jähriger Nutzungszeit könnten nur zwei der sechs bestehenden Windräder durch „Repowering“ ersetzt werden. Wegen der vorhandenen Infrastruktur und den nicht abzusehenden künftigen technischen Entwicklungen, sowie der hohen Akzeptanz in der Bevölkerung plädierten alle Kommunalpolitiker für den Erhalt der kompletten Fläche.

Städtische Viehweide soll Windpark ergänzen

Die 149 Hektar große Fläche zwischen Rauschenberg, Himmelsberg und Sindersfeld am „Roten Küppel“ soll nach Vorstellungen des Ausschusses um die Fläche der städtischen Viehweide in Richtung Norden erweitert werden. Die Viehweide ist in städtischem Besitz und wäre wegen der offenen Fläche sofort nutzbar. Durch diese Fläche soll die Entwurf vorgesehene Reduzierung des Vorranggebiets Richtung Rauschenberg ausgeglichen werden.

Bis auf den Grünen Kurt Römer lehnten alle Abgeordneten die vorgesehene Vorrangfläche zwischen Burgholz und Ernsthausen ab. Neben dem Ortsbeirat Ernsthausen will auch die Stadt Kirchhain diese Fläche nicht haben, berichtete der zukünftige Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) dem Ausschuss, der auch in diesem Punkt der CDU-Vorlage folgte.

„Ich verstehe nicht, warum wir uns bereits einmal zu einem Abstimmungsgespräch getroffen haben“, wunderte sich die Erste Stadträtin Ute Badenhausen-Klös. Einzig der Halbsatz „wird von der Gemeinde Rauschenberg abgelehnt“, war davon in den Erläuterungen zum Entwurf des Teilregionalplans zu dieser Fläche übrig geblieben. Die Rauschenberger Politik lehnt diese Fläche ab, um eine Umzingelung der Kernstadt und des Stadtteils Ernsthausen mit Windrädern zu verhindern.

Heinz - Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr