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Nazi-Gröler gefasst

Nazi-Parolen gerufen Nazi-Gröler gefasst

Am Freitagabend hat eine Gruppe von bis zu fünf Jugendlichen im Gendalweg in Wohratal Naziparolen gerufen. Die Polizei hat jetzt zwei mutmaßliche Täter ermittelt.

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Rechtsradikale sind nicht immer gleich erkennbar - Springerstiefel und Hakenkreuze tragen nur wenige. Der Vorfall vom Freitag zeigt allerdings, dass es auch unter scheinbar "normalen" Bürgern rechte Vorurteile oder Überzeugungen gibt.

Quelle: Bernd Thissen, dpa

Wohratal. Nach dem Vorfall am Freitagabend, 11. April, hat das Marburger Kommissariat für Staatsschutz am Montag die mutmaßlichen Täter ermittelt. Es handelt es sich, so Polizeisprecher Martin Ahlich, um zwei 14 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Wohratal, die bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten sind.

Die weiteren Umfeldermittlungen mit Durchsuchungen und Vernehmungen ergaben keine Hinweise zu rechtsradikalen oder rechtsextremen Hintergründen der Jugendlichen. Sie hatten am Freitagabend während und nach der Feier im Gendalweg aus einer Gruppe von etwa zehn Personen heraus verfassungsfeindliche Parolen gerufen.

Der Ältere, der sich am Freitagabend zunächst als Zeuge zur Verfügung gestellt hatte, entpuppte sich als einer der mutmaßlichen Täter. Einer der Jugendlichen stand während der Tat unter Alkoholeinfluss. Beide waren sich eigenen Angaben zufolge nicht über die Tragweite ihrer Äußerungen bewusst. Sie räumten in ihren Vernehmungen ein, die verbotenen Sprüche gerufen zu haben.

Der Staatsschutz führt auch mit den anderen Jungen und Mädchen aus der zehnköpfigen Gruppe intensive Gespräche, um sie zu sensibilisieren. Die gesamten Ermittlungen ergaben bislang keine Anhaltspunkte auf einen Zusammenhang zu dem Angriff auf das Asylbewerberheim in Wohra am 13. Januar.

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Zeugen berichteten der Polizei von zwei Vorfällen am späten Freitagabend. Eine Gruppe von bis zu fünf Jugendlichen soll im Gendalweg Naziparolen gerufen haben.

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