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Nautnotze beleben den Gleer Karneval

Volles Narrenhaus in Niederklein Nautnotze beleben den Gleer Karneval

Der 53. Niederkleiner Kolping-Carneval (NKC) ist eine bunte Mischung aus traditionellen Auftritten und bislang ungesehenen Shows. Das Publikum feierte bis spät in die Nacht.

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Das Prinzenpaar sagt sich die Meinung: Maria März und Erwin Grimmel.

Quelle: Yanik Schick

Niederklein. Glee, wie es singt und lacht - ein Ausspruch, der den mehr als dreistündigen Ausnahmezustand am Samstagabend wohl am treffendsten umschreibt. Rund 400 Narren und Jecken hatten die Halle komplett in ihren Besitz genommen, und die Stimmung gelangte schnell an ihren Siedepunkt. All das gab‘s zum mittlerweile 53. Mal. Natürlich beim NKC zur Fasenacht.

So empfing auch der Sitzungspräsident Frank Richter die bunte Narrenschar, nachdem sein Elferrat gemeinsam mit der Garde, und unterstützt durch den traditionellen Narrhallamarsch, auf die Bühne gekommen war. Die närrische Sause konnte also beginnen; schließlich hielt das Programm zahlreiche Hochkaräter parat.

Darunter Altbewährtes, wie der Tanz der NKC-Garde zum Einstieg oder die Auftritte der beiden Tanzmariechen - der jungen Sophie Richter, der Tochter des Präsidenten, sowie der etwas erfahreneren, inzwischen vermählten Jenny Reißner. Beide sorgten für lautstarke Begeisterung in den Reihen des Publikums.

Und auch in die Bütt stieg ein bekanntes Gesicht: Heinrich Schleich hatte nach etwa zehn Jahren der Abstinenz mal wieder einige wichtige Bekanntmachungen als Ortsdiener zu machen. Der 66-Jährige holte in diesem Jahr anstelle von Christoph Grimmel, dem Ersten Vorsitzenden der Kolpingfamilie, zum verbalen Rundumschlag aus - und musste zunächst einmal feststellen, dass sich seit seinem letzten Auftritt doch einiges verändert hatte. „Wir sind Bürgermeister“, verkündete Schleich stolz mit Blick auf den Niederkleiner Christian Somogyi, der am 2. Oktober 2011 zum Stadtallendorfer Bürgermeister gewählt wurde.

Ausführlich ging der Ortsdiener auf seine Fußball-Leidenschaft ein - besonders auf die neue Spielgemeinschaft Niederklein/Schweinsberg, die wegen Handgreiflichkeiten eines Zuschauers gegenüber dem Schiedsrichter drei Punkte einbüßte. Detailliert schilderte der kundige Ortsdiener das Geschehen, ohne den Übeltäter zu enttarnen. Die amüsierten Zuhörer schienen aber irgendwie eine Ahnung zu haben.

Zwei Premieren

Danach war für gleich mehrere Akteure ein außergewöhnlicher Moment gekommen: Sie durften auf der NKC-Bühne Premiere feiern. Die „Gleer Nautnotze“ (Nichtsnutze) zum Beispiel - eine Gruppe Jugendlicher aus dem Dorf, die sich - angeführt von Fabian Schulz - ebenfalls dem Thema Fußball widmete und zum Schluss Szenenapplaus für ihre humoristische Aufführung erntete. Christoph Grimmel hatte mit den Jungs lange geübt. „Ich bin richtig stolz auf sie. Gerade weil der Karneval von diesen jungen Leuten lebt“, sagte er.

Zu denen zählte gewiss auch Debütant Simon Richter, der Sohn von Präsident Frank, der sich mit eben jenem als „dynamisches Duo“ ein heiteres Wortgefecht auf der Bühne lieferte. Mindestens genauso dynamisch, wenn auch ein wenig betagter, lief das umjubelte Prinzenpaar Erwin III. (Erwin Grimmel) und Maria VI. (Maria März) auf. Zu Freude des Publikums nahm sich das närrische Paar scharfzüngig auf die Schippe. Ortsvorsteher Hartmuth Koch tat in der Rolle eines deprimierten Lehrers die Leiden seines Alltags kund.

Dazwischen prägten zahlreiche, hochwertige Tanz-Auftritte den Abend. Die jungen Kolpingfunken, die „Black Pearls“, die „Queen Mums“ sowie die „Gleer Tanzmädels“ mit einer beeindruckenden Sternenshow zeigten sich von ihrer besten Seite. Das galt natürlich auch für das Männerballett, das zum Ende einen umjubelten Auftritt hinlegte.

von Yanik Schick

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