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Naschen für den guten Zweck

Spende Naschen für den guten Zweck

Mit einem Schoko-Nikolaus und angehängten Grußkarten fing alles an. Eine aus dem Erlös der Aktion resultierende Spende ihrer Schüler an die „Initiative Afghanisches Hilfswerk“ stockte die Stiftsschule noch auf.

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Die Schülerinnen überreichten mit dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Feldpausch (links) und Politik-Lehrer Eugen Balzer (Zweiter von rechts) den Spendenscheck an Shaima Ghafury von der „Initiative Afghanisches Hilfswerk“.Foto: Waldhüter

Amöneburg. Kurz vor den Weihnachtsferien gab es für viele Lehrer und Schüler eine süße Überraschung. Sechs Schülerinnen des Grundkurses Politik und Wirtschaft der Jahrgangsstufe Q3 hatten rund 780 Grußkarten an die Schüler verkauft, die darauf ihre Weihnachtsgrüße an ihre Mitschüler schreiben konnten. Später wurden die Karten eingesammelt, an einen Nikolaus gehängt und an die Adressanten überreicht.

Insgesamt sammelten die Schüler auf diese Weise 500 Euro. Den eingenommenen Betrag erhöhte die Stiftsschule um die gleiche Summe, so dass insgesamt 1000 Euro an die Vorsitzende der „Initiative Afghanisches Hilfswerk“, Shaima Ghafury, und ihren Ehemann Noor M. Ghafury überreicht werden konnten.

Hintergrund der Weihnachtsaktion, die so zum dritten Mal stattfand, war das Kursthema „Internationale Konflikte“ des Grundkurses Politik und Wirtschaft mit Kursleiter Eugen Balzer. Intensiv hatten sich die Schüler in sieben Arbeitsgruppen mit dem Thema Afghanistan beschäftigt. Hannah Gropp, Friederike Dippel, Anna-Lena Peucker, Constanze Bieneck, Katharina Hof und Janina Pleil beschäftigten sich dabei besonders mit der Arbeit der „Initiative Afghanisches Hilfswerk“.

Die Initiative, die sich seit 1994 für Bildung, Frauenrechte, Demokratie und die Verbesserung der Lebensumstände für die Menschen in Afghanistan und Pakistan einsetzt, wird seit Mitte der 90er-Jahre von der Stiftsschule mit großem Engagement unterstützt. Die sechs Schülerinnen organisierten nicht nur die Weihnachtsaktion, sondern erstellten auch eine Ausstellung, die alle Schüler über die Situation der Frauen in Afghanistan informiert und zum anderen das „Home school“ Projekt der Initiative beleuchtet.

Es sei bemerkenswert, dass eine katholische Privatschule ein islamisches Land unterstütze, hob Reinhard Forst hervor, der vor 20 Jahren den Blick Richtung Afghanistan gelenkt hatte.

Bei den Home schools handelt es sich um Schulen für Mädchen. Den Lohn der Lehrer und die Materialkosten übernimmt die Initiative. Mittlerweile werden fünf Schulen in verschiedenen Dörfern unterhalten.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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