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Narren widmen sich dem Fußball-Streit

Karneval Narren widmen sich dem Fußball-Streit

Unter dem Motto „Tusch, Knall, Schattenschlag ganz Emsdorf dreht am Rad“ verbreiteten die Akteure während der 41.Prunksitzung des EKC ausgelassene Stimmung.

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Die „Flashlights“ zählten zu den zahlreichen Tanzgruppen beim EKC. Kleines Foto: „Vorstandstochter Renate“ (Holger Jüngst) hatte einiges zum Thema „SV Bauerbach“ zu sagen. Fotos: Karin Waldhüter

Emsdorf. Karneval der Spitzenklasse zeigten am Samstag die Akteure im stimmungsgeladenen proppenvollen Saal und belegten damit einmal mehr, dass Emsdorf zu den Karnevalshochburgen im Kreisgebiet zu zählen ist. Allen voran schritt Sitzungspräsident Timo Biecker, der sich in Heinz-Erhardt-Manier als Meister des Witzeerzählens entpuppte und im Laufe des Abends für manche Lachträne verantwortlich war.

Viereinhalb Stunden lang begeisterten die Akteure mit einem Non-Stop Programm, das so maches Karnevalistenherz höher schlagen ließ. Wie ein roter Faden zogen sich die Themen Windräder, der Disput mit dem SV Bauerbach und die mysteriösen nächtlichen Knallgeräuschen durch das Programm. Rund 400 bunt kostümierten Besucher hatten ihren Spaß daran.

Auch das ausdrucksstarke Bühnenbild, das wieder Werner Fritsch entworfen hatte, nahm sich den Themen an. Den Anfang machte „Vorstandstochter Renate“ alias Holger Jüngst in Emsdorfer Platt. „Fußball äss die schinnste Nebensache der Welt. Doos stimmt derzeit bei innsem Verein zu Hooned Prozent“, klärte er auf und ging auf den SV Bauerbach ein: „Wenn der Schmidt (Kreis-Fußballwart) effer die Sache bäichte misst, doos wer nicht verkeehrdt, da wer innsen Beichtstuhl drei Wooche blogeert“.

Seit 28 Jahren steht „Ortsdiener“ Rainer Jüngst in der Bütt. In seinen Bekanntmachungen berichtet er von Neuigkeiten. „In Emdsdorf bläst auf der „Heere“ ein starker Wind, den die Stadt Kirchhain jetzt versilbern will“, erzählt er und findet kritische Worte zu den kalten Temperaturen in der Kirche und den dort herunterhängenden „Fetzen“ und den Zaun um den Sportplatz. „Es wird Zeit, dass wir Emsdorfer selber war tun“, fordert er aber auch selbstkritisch und nenn den Feuerwehrteich („der stinkt“) und die fehlende Toilette bei der Kirche.

Die Heuler (Alwin Jüngst, Matthias Fischer, Winfried Fritsch und Wolfgang Fritsch) texteten bekannte Melodien um und nahmen sich musikalisch auch dem nächtlichen Knallen an. „Die Bauerbacher schießen zurück“, singen sie. Toll inszenierte Tänze wie der der der großen Funken, der kleinen Funken, des „Gemischte Ballett“, das im Gangnam Style die Bühne rockte oder der EKC-Show-Company mit „Dirty Dancing“, des „Klim-Bim-Balletts“ mit einem Stumpfhosentanz, der Flashlights in roten Kostümen, oder des 90er- Jahre-Frauenballetts heizten die Stimmung weiter an.

Lisa Lecher, als „junge Ahle“ und das „Colonia Duett“ (Alwin Jüngst und Thorsten Löffler) sorgen für Begeisterung genauso wie die Geschwister Tanja und Michael Schäfer mit ihrer mystischen Zaubershow. Mit Schunkelrunden sorgen die „Skyliners“ dafür, dass auch das närrische Volk in Bewegung blieb. Einer der vielen Höhepunkte waren die „Dorfmusikanten“, die als sechsfache Udo Lindenberg Kopie auf der Bühne standen. Timo Biecker, Michael Hahn, Thorsten Paul, Thomas Schold, Holger Jüngst und Matthäus Otte begeisterten mit einem starken Auftritt. Dann waren da noch die „Vier lustigen sechs“ die in der „Sozialen Gameshow“ perfekt Prominente nachahmten. Mit einem stimmungsvollen Finale endete die Prunksitzung kurz nach Mitternacht. Gefeiert wurde sicher noch bis in die Morgenstunden, denn wie sangen die „Heuler“ in ihrem Beitrag: „Es ist Karneval in Emsdorf - ist das schön“.

von Karin Waldhüter

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