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Narren überschreiten jetzt Ortsgrenzen

Stadtallendorfer Prinzenpaar Narren überschreiten jetzt Ortsgrenzen

Am Freitagabend zu später Stunde lüftete sich das Geheimnis. Stadtallendorfs Narrenschar hat pünktlich zum Start in die Kampagne wieder Regenten, und was für welche!

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Das neue Stadtallendorfer Prinzenpaar Andrea I. und Jens I. vom FCKK vor der Kirche St. Katharina und der Stadthalle.

Quelle: Fotomontage: Michael Feldpausch

Stadtallendorf. Traditionell ist es eines der bestgehüteten Geheimnisse unter Narren, wer denn nun Prinzessin und Prinz sein werden. Seit Freitagabend wissen es alle. Die OP hatte, selbstverständlich nach dem Versprechen, im Vorfeld eisern zu schweigen, die Gelegenheit dazu, die närrischen Hoheiten schon einige Stunden vorher zu treffen. Die Überraschung ist gelungen: Mit Prinzessin Andrea I. und Prinz Jens I. (Foto: Michael Feldpausch) haben die Verantwortlichen des FCKK wieder zwei Vollblut-Karnevalisten gefunden. Hinter den Titeln verbergen sich Andrea Hammerschmidt und Jens Ratz.

Jens Ratz hat seine närrischen Wurzeln in Wohratal und das seit fast zwei Jahrzehnten. Im Frühjahr bekam er eine Kurznachricht von dem Verein, dem er außerhalb seiner Stammgemeinde verbunden ist, vom FCKK, genauer gesagt von Louisa Brixel. Und von da an nahm das Ganze seinen Lauf.

Prinzessin ist seit mehr als 30 Jahren aktiv

Andrea Hammerschmidt ist inzwischen mehr als 30 Jahre schon aktive Närrin und als Tänzerin wie auch versierte Trainerin im Einsatz. Ihr Engagement begann schon Jahre vor der Gründung des FCKK, der 25 Jahre alt ist. Im Juni hat das Prinzenpaar närrisch zueinander gefunden, sprich, sich kennengelernt. Und da die Chemie sofort gestimmt hat, waren damit endgültig alle Würfel gefallen. Dass mit Jens I. ein Auswärtiger zur närrischen Hoheit geworden ist, stellt für die Verantwortlichen beim FCKK überhaupt kein Problem dar, ganz im Gegenteil. „Natürlich muss man auch mal über den Tellerrand schauen“, formuliert Norbert Naumann, gemeinsam mit seiner Frau Christel Rohm-Naumann ist er Sitzungspräsident. Jens Ratz selbst ist überzeugt davon, dass die beiden Vereine, der FCKK und der TSV Wohratal, jetzt noch mehr zusammengeschweißt werden. Zum Vorteil für die Narrenschar in beiden Orten.

Beide, Prinzessin und Prinz, machten vor ihrem ersten gemeinsamen Auftritt keinen Hehl daraus, dass sie Lampenfieber haben. Das gehört bei so wichtigen Ämtern allerdings auch dazu.

Natürlich haben beide auch närrische Titel: Prinzessin Andrea I. führt die volle Bezeichnung „Ihre Lieblichkeit Prinzessin Andrea I., Regentin der prinzlichen Garde, feurige Tänzerin der Hexen, rheinblütige Baroness aus dem Haus in der Kreppel‘gass“. Bei ihr ist im Titel ihr tänzerischer Einsatz bei den „Feuerhexen“ verborgen. Hinzu kommt die Tatsache, dass sie familäre Wurzeln im Rheinland hat. Freimütig gesteht die Prinzessin, dass sie schon immer mit dem Gedanken gespielt habe, das Amt mal zu übernehmen. Jetzt ist es so weit. „Meine Familie macht mit“, sagt sie. An ihren eigenen Auftritten und ihrer Arbeit als Trainerin will Hammerschmidt auch als Prinzessin nichts ändern. Dabei kommt ihr ihre Sportlichkeit sicherlich zugute.

Konspirative treffen zur Vorbereitung

Bei Prinz Jens I. lautet der Titel „seine Hoheit Prinz Jens I., närrischer Fürst aus dem Tal der Wohra, eitler Diplomat aus dem House of Wallpaper, warmherziger Samariter der notleidenden Kinder“. Natürlich ist im Titel die Heimat von Jens I. verborgen, sein Beruf und auch die Tatsache, dass er sich in Wohratal mit dem Stammtisch „Komm, mach mit, tratsch Dich fit“ beim Festival gegen den Krebs engagiert. Im nächsten Jahr gibt es die zweite Auflage.

Jens Ratz ist froh, dass die Zeit des eisernen Schweigens jetzt zu Ende ist und er jedem von seiner neuen Rolle berichten kann. Um die Geheimhaltung sicherzustellen, trafen sich das angehende Prinzenpaar und ihre vielen Helfer bei Louisa und Werner Brixel, immer konspirativ. Für deren Unterstützung im Vorfeld und die Gastfreundschaft sind beide besonders dankbar.

Jens I. ist davon überzeugt, dass es eine wunderschöne, wenn auch anstrengende Kampagne wird. Die müssen die Hoheiten nicht alleine bewältigen. Sie haben das bewährte Team rund um Hofdame und Hofmarschall immer dabei. Dieses Team ist in der Kampagne 2015/2016 nochmal gewachsen. Jetzt gibt es neben Page Tim auch noch Pagin Nina, Page Dominik und Pagin Christiane.

Prinz macht keine Abstriche

Eines verspricht Jens I. den Wohrataler Narren: Er wird keine Abstriche beim TSV machen. Dort ist er schließlich Sitzungspräsident am 6. Februar und Bestandteil der „Drei Tenöre“. Zugleich muss er an jenem 6. Februar 2016, bei der Prunksitzung, auch als Stadtallendorfer Prinz einziehen. Alle dürften gespannt sein, wie dieser Wechsel aussieht und gelingt. Beim TSV Wohratal werde ihm Stefan Gilsebach helfen, dass er die Doppelrolle schultern könne. Und auch am Programm für die Kinder wird sich in Wohratal nichts ändern. Das ist ihm wichtig.

Was haben sich Andrea I. und Jens I. vorgenommen? „Wir wollen Frohsinn über die Ortsgrenzen hinwegbringen“, sagen beide unisono. Beide haben sich bereits für die Prunksitzung des FCKK am 23. Januar Überraschungen überlegt, die Narren dürfen gespannt sein. In Sachen Frohsinn und Spaß haben beide ihre Kompetenz ja schon bewiesen.

von Michael Rinde

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