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Narren steigen für Senioren in die Bütt

Stadtallendorf Narren steigen für Senioren in die Bütt

Es ist einer der besonderen Seniorennachmittage, die die Stadt ausrichtet. Zum Finale der närrischen Kampagne gehen viele Akteure für die älteren Stadtallendorfer noch einmal auf die Bühne.

Stadtallendorf. Noch einmal erklang am Dienstagnachmittag der Narrhalla-Marsch in der Stadthalle. Ab Aschermittwoch ist damit zumindest bis zum 11.11. Schluss. Rund 90 Akteure der karnevalstreibenden Vereine aus Stadtallendorf bereiteten den mehr als 200 anwesenden Senioren Freude, brachten sie zum Schunkeln und zum Lachen. Birgit Thiel, die Seniorenbeauftragte der Stadt und ihr Helferteam hatten dafür wieder ganze Arbeit geleistet.

Auf der Bühne stand mit Guntram Weitzel ein Veteran des Stadtallendorfer Karnevals, er ist Ehrenvorsitzender des FCKK. Und er ist Mitglied im Vorstand des Seniorenbeirats. Deshalb war er der geborene Moderator für diesen närrischen Nachmittag in der Stadthalle. Und dieser Nachmittag hatte es vom Programm her in sich. Den Auftakt bildeten die bewährten und bekannten „Rostkehlchen“. Sie lieferten mit einem Potpourri an Seemannsliedern den ersten Anlass für eine Schunkelrunde. Sie waren später ein weiteres Mal im Programm vertreten. Mit dabei waren auch die „Ulknudeln“ des FCKK, die kleine Garde der Kolpingfamilie und natürlich ein Funkenmariechen. Die Schweinsberger Narrenschar war mit ihrer Tanzgruppe „Impossible“ präsent. Von Seiten der Gleer tanzen die „kleinen Funken“ über die Bühne.

Ein Niederkleiner erfuhr besondere Weihen. Guntram Weitzel bezeichnete ihn als ein „Ausnahmetalent“ in der Bütt, was er zweifelsfrei auch ist, Christoph Grimmel. Ihm war anzuhören, dass er in den vergangenen Tagen viel zu sagen hatte, seine Stimme war etwas angeschlagen. Dem Inhalt tat das keinen Abbruch. Grimmel teilte aus, der Narr in der Bütt darf dies auch ausdrücklich. Kostprobe: „Bürgermeister Christian Somogyi ist mit Anzug und Krawatte zum Karneval gekommen. Er war als Manfred Vollmer verkleidet.“ Oder er widmete sich Fragen dieser Zeit, etwa, ob das Geschlechtsteil der Filzlaus wirklich Filzstift heißt.

Norbert Naumann und Edgar Cimionek haben sich musikalisch zusammengetan und bilden jetzt das Trompetenduo „Red Shoes“. Das demonstrieren sie auch bei der Kleidungswahl, schwarzer Anzug, rote Schuhe. Musikalisch zeigten sie, was sie können. Sie spielten „Blueberry Hill“, ein Song von Fats Domino aus dem Jahr 1956.

Natürlich waren auch noch einmal die närrischen Hoheiten Prinzessin Tanja I. und Prinz René I. mit ihrem Gefolge zur Stelle. Sie hatten sich in den vergangenen Tagen auch um die noch ganz jungen Narren gekümmert und insgesamt neun Kindergärten besucht, nicht nur in Stadtallendorf. Zwei Urgesteine des Weiberfaschings waren auch noch einmal mit von der Partie: Sylvia Ossinger und Regina Kremer von der KfD St. Michael. Sie zeigten noch einmal ihren Beitrag „über das Gesundheitszentrum“ (die OP berichtete). Szenenapplaus bekamen die beiden für ihre deutlichen Worte zum Wegfall der ärztlichen Bereitschaftsdienst-Zentrale in Stadtallendorf („bis man in Wehrda ist, ist man ja vielleicht schon tot“) oder die Anmerkungen zu fehlenden Fachärzten.

von Michael Rinde

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