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Närrisches Komitee in Straußen-Kluft

Karneval Närrisches Komitee in Straußen-Kluft

Wenn Stimmungsraketen die Tische im „Haus des Karnevals“ erzittern lassen, Lachtränen fließen und der Pfarrer eine rote Nase trägt, dann feiert die Frauengemeinschaft St. Maria wieder Fastnacht.

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Die Knallfrösche zeigten sich auf der Bühne des „Haus des Karnevals“ als Topmodels. Den meisten Applaus für einen Auftritt in der Bütt erntete Marion Hill (kleines Foto) als Marktfrau Anna am Mittwochabend. Fotos: Karin Waldhüter

Neustadt. Einen stimmungsvollen Abend erlebten am Mittwochabend die Narren und Närrinnen im vollen Haus des Karnevals: Noch bevor sich der Vorhang auf der Bühne öffnete, warfen die drei neuen Komiteemitglieder der Frauengemeinschaft St. Maria Christina Bielert, Jessica Rust und Katja Spielvogel von der Bühne aus einen vorsichtigen Blick in den vollen Saal. „Alarm, Alarm wir sind neu und noch sehr scheu, Alarm, Alarm das ganze Komitee ist weg, wir wünschten alle wären hier, Applaus Applaus, da sind sie ja!“, kündigten die drei Neulinge den Beginn an.

Pünktlich um 20.11 wechselte die Neonbeleuchtung im Saal zu Schwarzlicht und das närrische Publikum empfing das Komitee der Frauengemeinschaft St. Maria mit tosendem Beifall und stehenden Ovationen. Dann hatte Sitzungspräsidentin Felicitas Trebes-Börner das Wort, die gewohnt galant, durchaus aber auch kleine Seitenhiebe verteilend, in Reimform die Jecken und Ehrengäste willkommen hieß.

Die Katholische Frauengemeinschaft St. Maria feierte am Mittwoch vier Stunden lang Karneval

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Mit einem Orden der Frauengemeinschaft wurden die drei neuen Mitglieder offiziell im Komitee begrüßt und Claudia Schmitt nach mehr als 25 Jahren im Komitee offiziell verabschiedet. Auf der Bühne Platz nehmen und still sitzen hieß es dann für Pfarrer Andreas Riehl. Mit Luftschlangen, roter Clownsnase und einem Karnevalshut der Kfd St. Maria wurde er als neuer Fastnachter in die Schar der Narren aufgenommen.

Mit lauten Stimmungsraketenfeierten die Narren die Akteure auf der Bühne. „In Neustadt gibt es immer mehr Verkehr, wenn der doch in den Betten erfolgreicher wär“, wünschte sich „das Traumpaar“ Mechtild Lotz und Annette Schmitt in ihrer Büttenrede. „In Speckswinkel muss man verzichten“, rufen sie dann und fordern, „mehr Kurze braucht die Stadt“, um gleich darauf einen Bogen zu Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz und dem schnellen Internet zu spannen. Mit einer Rakete ließ die Narrenschar die Debütantin in der Bütt Dagmar Beck hochleben.

Fein beobachtet beschrieb das Komiteemitglied humoristisch was man als Lehrer so alles erlebt. Neben den Büttenreden sorgten Tanzdarbietungen optisch und stimmungsvoll für weitere Höhepunkte.

Mit einem Gardetanz und einem modernen Tanz legt die Kolpingarde gleich zwei temperamentvolle Auftritte auf´s Parkett. Als „Topmodels“ und „bezauberte Jeannie“ begeisterte die „Knallfrösche“ und die „Hipp de Bibb‘s“. Mit einer gelungenen Mischung aus Gesprochenem und Tanz unterhielten die „Unentschlossenen“ als Kaffeetassen und Tortenstückchen mit einer außergewöhnlichen Tanzdarbietung. Mit fränkischem Zungenschlag gelang es Doris Schmitt mit spitzer Zunge einen Bogen vom Klimawandel zu den Wechseljahren der Frauen zu ziehen.

Nach der Vorstellung des Vfl- Prinzenpaars Ilona Loose und Volker Kesser und dem Kinderprinzenpaar des Jugendblasorchesters Luis Ebel und Lea Trelenberg übernahm kurzzeitig eine Abordnung der Jubiläumsnarren aus dem Kolpingelferrats und dem Frauenverein 1958 die Plätze der Komiteemitglieder.

„Ein Mann der Schlappen trägt ist entweder Mönch, Landwirt oder hat den Zeh gebrochen“,

Von Kopf bis Fuß in schwarze Kostüme gehüllt und damit im Schwarzlicht unsichtbar, sorgen die Komiteemitglieder dann mit einem Straußentanz für einen weiteren Höhepunkt des Abends.

Den meisten Applaus in der Bütt gibt es an diesem Abend für Marion Hill, die als Marktfrau „Anna“ dafür sorgte, dass sich so mancher Jeck die Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen muss. In ihrer unnachahmlichen Art berichtete sie in Platt von einer Neustädter Stadtführung. „Sensationell, was die alles wisse, jetzt weiß ich auch, warum sie nur Bürgermeister geworden sind Herr Groll“, ruft sie in den Saal.

„Ein Mann der Schlappen trägt ist entweder Mönch, Landwirt oder hat den Zeh gebrochen“, fand Lena Nees die liebenswert frech als „s´Frazi“ in der Bütt den Männern an den Kragen geht.

Sie stand an diesem Abend ebenfalls zum ersten Mal in der Bütt. Vor dem großen Finale und der abschließenden Polonaise rockten die Komiteemitglieder Dagmar Beck und Petra Spatzier als Goldehepaar „Trudchen und Herbert“ am Ende der vierstündigen Show noch einmal die Bühne.

von Karin Waldhüter

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