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Närrinnen geben Dusch-Nachhilfe

Karneval Närrinnen geben Dusch-Nachhilfe

Alle zwei Jahre richtet die katholische Frauengemeinschaft Mardorf im Bürgerhaus ihren Weiberfasching aus. Bei dem großen Erfolg fragen sich viele: Warum nicht alljährlich?

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Einen Hitmix aus den 90-er Jahren präsentierte die Gruppe „Danceations“. Sie ist dem SV Mardorf entsprungen. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Mardorf. Die zahllosen Sektflaschen auf den Tischen, Männer nur hinter dem Tresen, zeigen an, dass man beim Weiberfasching gelandet ist. Am Mikro Webersch Marie, die mit ihren 81 Jahren vermutlich die älteste Büttenrednerin im Landkreis ist. Sie sinnierte über den Erlkönig - womit zur Überraschung der vielen Jüngeren, toll verkleideten Närrinnen - kein Prototyp eines Neuwagens gemeint war.

Der anschließende Auftritt der „Diamond Girls“ brachte richtig Schwung in die Sitzung. Für die von Theresa Gerlach einstudierten Showtänze ernteten die sieben Mädels vom Sportverein viel Applaus.

Etwas intimer, aber durchaus realistisch wurde es, als die „Herrliche Weiber AG“ (HWAG) den Unterschied von Männern und Frauen beim Duschen demonstrierte. Und jene Frauen, die Duschen üblicherweise in Männerzeit erledigen erfuhren endlich, was sie noch beachten müssen, um zukünftig auch auf einen weiblichen Durchschnittswert zu kommen.

Der „Jung aus Glee“, Christoph Grimmel, erinnerte an die Eigenheiten des verflossenen Amöneburger Bürgermeister Anders Arend und konnte sich Anspielungen auf den Limburger Bischof Tebartz von Elst nicht verkneifen. Er sang den Maffey Song „Über sieben Brücken musst Du gehen“ in vier verschiedenen Versionen. Den größten Erfolg hatte er aber, als er abschließend als Frau verkleidet die Bütt verließ.

Wie man mit überschaubarem Aufwand glänzend unterhält bewiesen die „Närrische 11“ mit ihrem Knieballett. Dem Narrenvolk bestens bekannt, plauderten anschließend im heimischen Dialekt Gerlinde Mengel und Erika Jakobi über Freundschaft, Ehe und erotische Begegnungen.

Mit einem Mix aus Hits der 90-er Jahre unterhielten die „Danceations“, die 12-köpfige Tanzgruppe des SV Mardorf, die ihre Choreographie in vielen Stunden zusammen erarbeitet hatten. Mit dem Sketch „Im Theater“ gespielt von Moni Föth und Andrea Kräling, vorgetragen im Mardorfer Dialekt begab sich der Frauenabend auf die Zielgerade. Noch einmal traten die Frauen der „HWAG“ auf und projizierten mit Schwarzlichteffekt ihre „Mexikanische Hühner“, bevor noch einmal alle Mitwirkende sich zum großen Finale auf der Bühne einfanden. Natürlich kamen die Männer an diesem Abend ganz schlecht weg. Moderatorin Steffi Dörr hatte das Publikum bestens im Griff und ließ die eine oder andere Rakete steigen und bevor Umbaupausen für Langeweile sorgten, sprang Alex Kräling ein und sorgte mit Faschingsmusik dafür, dass die Stimmung stets im oberen Grenzbereich blieb.

von Heinz-Dieter Henkel

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