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Närrin will bald Wasserstand eröffnen

Stadtallendorf Närrin will bald Wasserstand eröffnen

Wenn der Pfarrer in ein Clownskostüm schlüpft oder tanzende Pumuckl auftreten, stehen wieder die Akteure der Katholischen Frauengemeinschaft St.

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Das Publikum feierte die Akteure auf der Bühne, die unter anderem mit kleinen Theaterstücken ­unterhielten. Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Katharina auf der Bühne.

von Karin Waldhüter

Stadtallendorf. „Mit einem dreifachen Frauengemeinschaft St. Katharina Helau begrüße ich heute jede Frau“, rief die Vorsitzende der Kfd St. Katharina Brigitte Huhn gut gelaunt ins weibliche Publikum. Es folgte ein vierstündiges Vergnügen im Pfarrheim. An zwei Abenden standen die zehn Akteure Cornelia Viertelhausen, ­Christa Biecker, Anna Schindler, ­Ursula Weitzel, Christa Schäfer, Inge Görge, Birgit Schmitt, Helga Breitenstein, Sandra Ulrich, Renate Bachofner und Souffleuse Ulrike May auf der Bühne.

Sie präsentierten eine herrliche Mischung aus elf Bühnenstücken. Aufwendig gestaltete Bühnenbilder, wie zum Beispiel ein Schuhladen mit unzähligen Schuhkartons, ein Hutgeschäft oder eine Metzgerei mit einer üppig gestalteten Fleischtheke und dazu ständig wechselnde Kostüme und Masken belohnten die Besucher am Premierenabend mit begeistertem Beifall. Wenn Anna Schindler die Bühne betritt, dann reicht oft schon ein Blick und das Publikum grölt.Vor allem in männlichen Rollen als „jammernder Kranker“ oder in Tracht als „überraschte Großmutter“ unterhielt sie das Publikum.

Zusammen mit Christa Biecker nahm sie wieder das Stadtallendorfer Geschehen ins Visier. „In diesem Jahr war das Wasser auf dem Friedhof ja schon nach der Kirmes abgestellt“, kritisierten die beiden im schönsten Stadtallendorfer Platt. „Ob das der Gleer Christian gemacht hat?“ fragte sich die eine und beschloss, einen Wasserstand auf dem Friedhof zu eröffnen. In ihrer Paraderolle als „Frau Klatschbein“ begeisterte Renate Bachofner in dem fast einstündigen Theaterstück „Ein gemütlicher Abend“ und bewies außerdem als nervige Kundin einer Metzgerei ihre Vielseitigkeit. Sie steht seit 30 Jahren auf der Bühne.

Herrlich waren auch Christa Schäfer und Inge Görge als Ehepaar im verflixten siebten Jahr, Birgit Schmitt als angeblicher Ehebrecher und Sandra Ulrich als Überraschungsfreundin. Vom Piratenkostüm wechselte Pfarrer Diethelm Vogel dann ins Clownskostüm. Mit seiner ewig rutschenden roten Knollennase sorgte er für einige unfreiwillige Lacher im Publikum. Dass die deutsche Grammatik so ihre Tücken hat, zeigten Birgit Schmitt als Lehrerin und Inge Görge als grammatikschwache Mutter.

Im Sketch „Beim Doktor“ mit Helga Breitenstein, Inge Görge und Sandra Ulrich ging es besonders fröhlich zu. Es ging um seltenen ehelichen Beischlaf und um Rost.

Mit dem finalen Märchenstück „Hänsel und Gretel“ erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt.

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