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Nach langem Warten geht es los

Spatenstich Nach langem Warten geht es los

Es war ein besonderer Termin, dieser erste Spatenstich: Seit 1989 steht das Thema Bauhofsneubau auf der Agenda. Jetzt wird er Realität, was besonders die 24 Mitarbeiter des Bauhofs I sehr freut.

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Auf dem Baugelände gab es den obligaten ersten Spatenstich für das Millionenprojekt Bauhofs-Neubau. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Noch rollen die Bagger nicht. In der nächsten Woche richtet das erste Unternehmen zunächst die Baustelle für den neuen Baubetriebshof ein. Dann soll es Zug um Zug vorangehen. Bis Ende 2015 entsteht jetzt der gemeinsame Baubetriebshof der Stadt. Um dieses Projekt ist in Stadtallendorf ungewohnt lange und zäh gerungen worden. Am Donnerstagnachmittag gab es den offiziellen Startschuss inklusive erstem Spatenstich.

Auf dem rund 10000 Quadratmeter großen Grundstück des früheren Stadtwerke-Betriebs- und Wertstoffhofs in der Niederrheinischen Straße entstehen allein vier neue Gebäude:

n ein Sozialgebäude mit angrenzender Halle für Werkstätten und einer Waschhalle für die Fahrzeuge;

n Lagerräume und Fahrzeughalle;

n eine Halle für Streusalzvorräte und

n der Wertstoffhof der Stadtwerke mitsamt Lagerhalle.

Das Sozialgebäude nutzen die 24 Bauhofsmitarbeiter und die 6 Mitarbeiter des Stadtwerke-Betriebshofes dann künftig gemeinsam. Für das Team des Baubetriebshofes dürfte das neue Sozialgebäude wahrscheinlich das sein, auf was sie sich am meisten freuen. Die Zustände in den Räumen am jetzigen Bauhof I gelten seit Jahren als äußerst grenzwertig (die OP berichtete mehrfach). Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) machte auch bei seiner Ansprache am Donnerstag gleich klar: „Den historischen Gebäuden werden wir sicherlich keine Träne nachweinen.“ Dieser Neubau entspreche dem klaren Willen der Politik.

Jürgen Henkel, Chef des Baubetriebshofs, war die Vorfreude ebenfalls deutlich anzumerken. „Für uns scheint das wie eine Belohnung nach allem Einsatz und dem Warten“, sagt Henkel. Doch nicht nur die Vorfreude auf die neuen Sozialräume ist für ihn dabei ausschlaggebend. Er nennt ein Beispiel: Derzeit habe der Bauhof aus Platzgründen mehrere Hallen im ganzen Stadtgebiet angemietet. Werde ein besonderes Gerät oder Material benötigt, führe das zu Fahrten durch die Stadt.

Jetzt bekommt der Bauhof auch wieder eine Waschmöglichkeit für seine Fahrzeuge, außerdem eine frostgeschützte Halle. Der beliebte Wertstoffhof wird zeitgemäß ausgestattet. Es gebe zahlreiche positive Effekte durch den Neubau und die Zusammenführung von Bauhof und Stadtwerke-Betriebshof, unterstrichen Somogyi und Henkel gegenüber dieser Zeitung.

Doch das alles hat auch einen hohen Preis, wenn auch Henkel betont, dass „es bei uns keine goldenen Wasserhähne gibt.“ 5,5 Millionen Euro sind veranschlagt, den Betrag teilen sich Stadtwerke und der Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien, der sämtliche Gebäude der Stadt bewirtschaftet.

Höher als einst erwartet fallen die Baukosten vor allem durch die auf dem Gelände gefundenen Altlasten eines früheren Schrottplatzes aus. Jede Baggerschaufel Erde, die aus dem Boden geholt wird, muss untersucht werden. Deshalb haben die Planer in Abstimmung mit den Fachbehörden so wenig Erdaushub wie nur möglich vorgesehen. Der entnommene Boden kommt dann zunächst ins frühere TNT-Zwischenlager. Es ist dafür bestens ausgerüstet. Dort erfolgen die Analysen, wie Sigrid Waldheim, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien erläutert. „Unbelasteter Boden wird wieder verfüllt, belasteter entsorgt“, erklärt sie.

Erste Vorarbeiten sind schon lange erledigt: Im Februar vergangenen Jahres wurde bereits gerodet, der Abriss der Gebäude erfolgte im vergangenen September.

von Michael Rinde

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