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Nach fünf Minuten ist alles vorbei

Blutspenden kann jeder Gesunde Nach fünf Minuten ist alles vorbei

Eine Nadel gleitet in die Vene, Blut fließt in einen Beutel, der während der Blutabnahme sanft geschaukelt wird: Für Heinrich Schmidt aus Hatzbach ist das alles längst zur Routine geworden.

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Blutspenden ist für Heinrich Schmidt aus Hatzbach Ehrensache: Beim jüngsten Spendetermin im Kirchhainer Bürgerhaus hat er seine 100. Blutspende abgegeben.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Auf und zu schließt sich die rechte Hand von Heinrich Schmidt im Sekundentakt. Pumpen ist angesagt, damit das Blut gut läuft. Nach gerade einmal fünf Minuten ist alles vorbei und die Blutkonserve mit 500 ml Blut ist gefüllt.

Eine ärztliche Untersuchung, mit Blutdruck-, Puls-, und Temperaturmessung und die Bestimmung des Hämoglobinwertes ist der eigentlichen Spende voraus gegangen, denn wer Blut spenden will, der muss gesund sein. Dem Arm in die Höhe gestreckt verbringt Schmidt die nächsten fünf Minuten erholsam auf einer Liege und anschließend sitzend auf einem Stuhl.

50 Liter gespendetes Blut in 30 Jahren

Regelmäßig drei bis vier Mal im Jahr ist Heinrich Schmidt etwa seit seinem dreißigsten Lebensjahr zum Blutspenden gegangen. So erreicht der 60-Jährige jetzt die stolze Zahl von einhundert Blutspenden und damit insgesamt 50 Liter gespendetem Blut.

Das Deutsche Rote Kreuz - Bereitschaft und Ortsverein Kirchhain, sowie der Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen würdigten diese „außergewöhnliche Opferbereitschaft“ im Bürgerhaus Kirchhain mit einer wertvollen Uhr mit dem eingravierten Namen des Spenders, einer Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz, einer Urkunde und einem Gutschein.

„Das ist ein ganz enormer Einsatz und gelebtes Ehrenamt“, betont DRK Bereitschaftsleiterin Giesela Wagner und überreicht, gemeinsam mit Maria Schacht vom DRK-Ortsverein Kirchhain, die Auszeichnungen. Mit seinen Blutspenden habe Schmidt bis zu 300 Menschen helfen können, hob Wagner hervor. Heute werde das meiste Blut, nicht wie oft gedacht für Unfälle, sondern in der Krebsbehandlung gebraucht, erklärt Wagner.

„Ich möchte anderen helfen, denn wenn man selbst einmal in die Situation kommt, dann will man ja auch geholfen haben“, berichtet der 60-Jährige. Zudem sieht er für sich selbst einen positiven gesundheitlichen Aspekt in der Blutspende und der damit verbundenen Erneuerung des Blutes. „Es gibt mir ein gutes Gefühl und macht mich zufrieden“, erklärt Schmidt.

80 Spender an einem Abend

Regelmäßige Blutspender können bis zum 71. Lebensjahr Blut spenden. „Dann kann ich ja noch ein paar Jahre“, sagt Schmidt lachend. Zum Blutspenden kommt Schmidt oft gemeinsam mit seiner Frau Renate meistens ins Bürgerhaus. „Hier gefällt mir die familiäre Atmosphäre gut“, erzählt er. In einem Nebenraum erwarteten die Blutspender nach der Blutabnahme herzhaft belegte Brötchen, Schokolade und Getränke.

Insgesamt wurden an diesem Abend 80 Spender registriert, davon durften zwei Spender nach der Untersuchung von Teamarzt Dimitri Nikulin und Ärztin Susanne Sommer aus gesundheitlichen Gründen nicht spenden. Zudem waren sieben Erstspender gekommen. Weiter geehrt wurden Ulrich Grothe aus Kirchhain (25. Spende), und Reinhard Rausch aus Amöneburg (10. Spende).

Im Einsatz waren fünf Mitarbeiter des Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen mit zwei Ärzten, sechs Helferinnen des DRK-Ortsvereins Kirchhain, sowie acht Helfern der DRK-Bereitschaft Kirchhain.

von Karin Waldhüter

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