Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Nach dem Markt gibt es guten Rock

Softeis-Konzert Nach dem Markt gibt es guten Rock

Es gibt Dinge, die bleiben immer gleich. Zum Kirchhainer Neujahrsmarkt gehört seit Jahrzehnten das Rockkonzert danach. Das veranstalten traditionell die Kicker vom SV Kirchhain.

Voriger Artikel
Ex-Kaserne dient als möglicher Puffer
Nächster Artikel
Eine Premiere an Neujahr

In Kostümen, die eine ganz andere Musikrichtung verkörpern könnten, eröffneten die Softeis-
Musiker ihren Auftritt.

Kirchhain. Seit 20 Uhr hatte sich die saarländische Vorband „L.U.N.A.T.I.C.“ um die Zuschauer gekümmert und mit vielen melodiösen, durchaus hörenswerten eigenen Kompositionen überzeugt. Doch die Fans von Softeis warteten halt auf den Auftritt ihrer Band. Und so blieb die Atmosphäre in der „Bullenhalle“, wie sie im Volksmund genannt wird, der aktuellen Witterung angepasst freundlich, aber vielleicht etwas zu kühl.

Es war exakt 22 Uhr, als die heimische Band „Softeis“ die Bühne in der Markthalle betrat und mit ihren weißen Perücken einen musikgeschichtlichen Rückgriff unternahm. So muss das lange Zeit geltende Motto „kein Musikstück ist älter als einer der Musiker“ jetzt umgeschrieben werden.

Doch wer nach der Ankündigung, die Klassiker ins Programm aufnehmen zu wollen, vielleicht erwartet hatte, Bach, Mozart, Beethoven und Vivaldi prägten den Abend, wurde enttäuscht. Es blieb bei veränderter Deko und kurzen Intermezzos. Mal bildete eine bekannte Melodie den Auftakt zu einem modernen Rockklassiker, mal bot sich für Softeis-Sänger Ronny Moucka eine neue stimmliche Herausforderung, die er bravourös bewältigte.

Ansonsten boten Werner, Gerhard, Michael, Armin und Ronny ihre bekannte, aufregende Bühnenshow mit gekonnten Lichteffekten.

Die Titel reichten von „Supermassive Black Hole“ von Muse, ihrem bekannten Eröffnungssong, bis zu einer Coverversion von „Highway to hell“ oder von „Cold as Ice“. Mal glänzte Leadgitarrist Gerhard Eismann bei „Nutbush City“, mal übernahm Bassist Werner Eismann ein Solo. Bei „Jump“ von Van Halen übernahm Keyboarder Armin Holten gänzlich die Regie auf der Bühne, während Drummer Michael Walter sich diesmal mit dem bekannt variantenreichen, aber exakten Rhythmus begnügte.

Die nächsten beiden Konzerte sind gesichert

Gastsängerin Friederike Kreh überzeugte bei ihren Auftritten und Gastgitarrist Alex Pöltel bewies bei Status Quo’s „Rockin’ All over the World“, dass ein klassischer Rock-Song immer für Begeisterung sorgt.

Es war bereits nach 1 Uhr morgens, als Softeis in der Zugabe mit „Child in time“ noch einmal zur Höchstform auflief und die Halle zum Toben brachte, bevor mit „We are the Champions“ alles für diesmal endete.

Veranstaltungschef Klaus Fischer freute sich auch bei dem 18. Auftritt der Band über die gute Publikumsresonanz. Schließlich seien inzwischen zwei weitere Musikveranstaltungen zum Neujahrsmarkt hinzugekommen.

Der SV Kirchhain stemmte wie immer die Herausforderung, mit einem Stand am Marktgeschehen teilzunehmen und abends für Kasse und Tresen weitere 20 Freiwillige aufzutreiben. Er lobte die langjährige problemlose Zusammenarbeit mit den Altrockern und sagte wörtlich: „Wir werden uns immer schnell einig“.

Auch über die beiden kommenden Jahre braucht sich Fischer keine Sorgen zu machen. Softeis kündigte noch auf der Bühne an, auch ihr 20. Konzert am Ende des Neujahrsmarktes im Jahr 2016 bestreiten zu wollen.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr