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Nach Rücktritt planen Eltern Proteste

Schulkonflikt Nach Rücktritt planen Eltern Proteste

Lisa Wiemer, bisher kommissarische Leiterin der Grundschule Anzefahr/Niederwald/Betziesdorf will zur Befriedung der verfahrenen Situation beitragen. Sie wird die Schule wohl ganz verlassen.

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Ella Majunke-Hofer (links) und Stephanie Burkert zeigten gestern die Unterschriftenlisten, die sie anschließend dem Staatlichen Schulamt übergaben. Privatfoto

Niederwald. Am vergangenen Samstag berichtete die OP über Konflikte an der Grundschule Anzefahr/Niederwald/Betziesdorf. Eltern fürchteten um die kommissarische Schulleiterin Lisa Wiemer, deren Konflikt mit dem Staatlichen Schulamt und massiven Problemen mit einer weiteren Lehrerin.

In einem Punkt gibt es eine neue Entwicklung: Lisa Wiemer, seit Februar vergangenen Jahres kommissarische Leiterin der Grundschule, ist von sich aus von ihrem Amt zurückgetreten. Das berichteten gestern zunächst aufgebrachte Eltern gegenüber der OP. Mutter Stephanie Burkert hatte gestern beim Schulamt zunächst weitere Unterschriften von Eltern abgegeben. Mittlerweile haben 69 Eltern von Kindern per Unterschrift die Forderung unterstützt, dass Lisa Wiemer weiterhin Leiterin der Schule bleibt. Damit hat sich der überwiegende Teil der Eltern der Schule mit Lisa Wiemer solidarisch erklärt, 92 Kinder besuchen den Unterricht an der Schule mit ihren 3 Standorten. Lisa Wiemer bestätigte ihren Rücktritt. Worin die Konflikte mit dem Schulamt dabei im einzelnen gelegen haben, bleibt weiterhin im Ungewissen. Gegenüber der OP sprach Wiemer gestern von „insgesamt nicht mehr zu beherrschenden Konflikten. Ich will einer Befriedung nicht im Wege im stehen. “ Ausdrücklich dankte sie im Gespräch mit dieser Zeitung „allen Teilen der Schulgemeinde, die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben.“

Dass Lisa Wiemer die Schulleitung aufgegeben hat und wohl auch die Schule verlassen wird, ist für Stephanie Burkert und andere Eltern ein doppelter Schlag. Sie wollen die jetzige Entwicklung nicht hinnehmen. „Wir wollen, dass sie zumindest Lehrerin an der Schule bleiben kann“, betonte gestern Stephanie Burkert. Deshalb werden die Eltern nach ihren Worten weitere Aktionen starten. Noch ein Punkt ist völlig ungelöst: Lisa Wiemer hatte als Schulleiterin vertretungsweise die zweite Klasse übernommen. Sie vertrat bisher eine erkrankte Lehrerin. Über diese Lehrerin hatte es massive Elternbeschwerden beim Staatlichen Schulamt gegeben (die OP berichtete). Eine Kernforderung der Eltern war es dabei, dass Lisa Wiemer die Klasse ganz übernimmt. Das scheint nun nicht mehr möglich. Stephanie Burkert, ihr Mann wie auch andere Eltern der Schule denken bereits laut über eine Demonstration nach den Osterferien für Lisa Wiemer nach. Sie wollen sich kurzfristig organisieren. „Für unsere Kinder wäre es nicht gut, wenn sie jetzt ein weiteres Mal einen neuen Lehrer bekämen“, unterstrich Stephanie Burkert.

Gerhard Müller, Leiter des Staatlichen Schulamtes in Marburg bestätigte gestern lediglich, dass Lisa Wiemer von ihrem Amt als kommissarische Schulleiterin zurückgetreten ist. Die weitere vorübergehende Schulleitung sei gesichert, es folge jetzt eine Neuauschreibung und Neubesetzung. Doch damit sind aus jetziger Sicht natürlich nicht alle Probleme gelöst. „Wir werden alle mit der Entscheidung verbundenen Fragen schnell angehen“, sagte Müller.

von Michael Rinde

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