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Nach 70 Minuten will das Publikum mehr

Konzert Nach 70 Minuten will das Publikum mehr

In der Mariae-Himmelfahrtskirche begeisterten die Chorgemeinschaft der Amöneburger Stiftsschule und der Musikleistungskurs Q1 das Publikum, das die Musiker mit einem langen Applaus belohnte.

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Unter der Leitung von Jürgen Pöschl gaben die Musiker ein begeisterndes Konzert. Valentin Schönig und Marie-Christine Brüning überzeugten an der Violine (kleines Bild).Fotos: Karin Waldhüter

Emsdorf. Mächtig verhallt der letzte Ton in der Emsdorfer Kirche. Dann, nach einem kurzen Atemholen, bricht der begeisterte Applaus los. Und den haben sich die Mitglieder der Chorgemeinschaft der Stiftsschule und des Musikleistungskurses Q1 mehr als verdient. Chorleiter Jürgen Pöschl verneigt sich zufrieden lächelnd und gibt den Applaus an die Chormitglieder und seine Leistungskursschüler weiter.

Es war ein besonderes Ereignis, das die Besucher in der nicht ganz gefüllten Emsdorfer Kirche erleben durften. Der langanhaltende Applaus am Ende des 70-minütigen weihnachtlichen Konzerts bewies dies eindrucksvoll. Im Zentrum des zweigeteilten Programms standen Werke aus Johann Sebastian Bachs (1685 bis 1750) Weihnachtsoratorium, der gleich mit dem Eröffnungsstück „Nun komm, der Heiden Heiland“ beeindruckend zu seinen Ehren kam.

Instrumentell begleitet wurde die rund 30-köpfige, aus Eltern, Schülern, Lehrern, Ehemaligen und Freunden der Stiftsschule bestehende Chorgemeinschaft von Schülern des Musikleistungskurses Q1, der ebenfalls von Musiklehrer Jürgen Pöschl unterrichtet wird. Marius Balzer, Tobias Cimiotti, Lars Gockel, Chiara Kirchner (alle Trompete), Marie-Christine Brüning (Orgel, Keyboard, Violine), Leander Krein (Klarinette), Paula Preiß (Querflöte), Valentin Schönig (Violine) und Ruben Waldhüter (Bass) fügten sich gekonnt in den Gesamtklang des Chores ein und überzeugten auch mit eigenen Stücken.

Zwei Programme pro Jahr

Jedes Jahr erarbeitet die Chorgemeinschaft in der Regel zwei Konzertprogramme. Erst im Oktober hatten die Sänger ein großes geistliches Konzert gegeben. Mit ihren Programmeb gastiert die Chorgemeinschaft dann gerne im Einzugsgebiet der Schule.

Zu hören gab es in Emsdorf verschiedene Chor- und Instrumentalwerke: Neben Bach präsentierte der Chor auch moderne Chormusik von Ole Gjeilo, Michael John Trotta und Larry Schackley. Aus den zeitgenössischen Stücken stach besonders „Ubi Caritas“ von Ole Gjeilo (geboren 1978) heraus, in dessen Text zur Gottes- und Nächstenliebe aufgefordert wird.

Zu dem gemeinsam gesungenen Kanon „O Heiland, reiß die Himmel auf“ teilte Jürgen Pöschl das Publikum zum Mitsingen in verschiedene Gruppen ein. Stimmgewaltig füllte sich das Kirchenschiff mit dem Kanon von Josef Michel.

Von der Empore aus ließ das Trompetenquartett den „Vespergesang“ erklingen, und Elisabeth Fleischhauer, aus dem Leistungskurs Musik Q3 spielte an der Orgel mit hörbarer Freude Max Regers (1873-1916) „Vom Himmel hoch“. Besonders schön präsentierte die Chorgemeinschaft zwei Variationen.

Mit virtuosem Geigenspiel brillierten Marie-Christine Brüning und Valentin Schönig, und während Bachs „Jesu, richte mein Beginnen“ begeisterte Marius Balzer an der Trompete. Mit Larry Schackeys gefühlvollem Spiritual „Everywhere I Go“ war dann der letzte Programmpunkt erreicht. Doch das Publikum hatte noch nicht genug und applaudierte derart anhaltend und lautstark, bis Chorleiter Jürgen Pöschl ein Einsehen hatte und Sänger und Musiker mit „Come to set me free“ von Mary McDonald dem begeistert mitschnipsenden Publikum noch eine Zugabe schenkte.

Anschließend gab es Getränke und Knabbereien, die der Pfarrgemeinderat vorbereitet hatte. Hausherr Pfarrer Peter Weber zeigte sich sehr erfreut über den Besuch der Chorgemeinschaft und des Musikleistungskurses und die musikalische Einstimmung auf Weihnachten.

von Karin Waldhüter

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