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Mystische Frucht des Trommelbaums

Kulturspektakel Mystische Frucht des Trommelbaums

Durch das Softeis-Konzert sind Werner Eismann und Michael Walter an einem Höhepunkt des Kulturspektakels ohnehin beteiligt - in diesem Jahr wollen sie ein weiteres Ausrufezeichen setzen.

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Michael Walter (links) und Werner Eismann werden am Samstag mehr als 20 Instrumente bearbeiten.Fotos: privat, Florian Lerchbacher

Amöneburg. Noch existieren die Pläne für die Show „Drums & Light“ am Samstagabend nur in Werner Eismanns Kopf. Erst in dieser Woche wollen er und Michael Walter den Aufbau testen - dann steht endgültig fest, was die Besucher der Schlossruine am Wochenende erwartet.

Einst ist jedoch sicher: Es klingt spektakulär, was sich der zweite Vorsitzende und Bassist von Softeis und der Schlagzeuger der Rockband ausgedacht haben. Sie planen, in der Schlossruine zwei Gerüste am Turm aufzustellen und daran Schlagwerk wie Trommeln, Gong und Becken aufzuhängen - „so zwischen 20 und 30 Stück“, erklärt Eismann. Auf diesen Instrumenten wollen er und Walter im Licht von Scheinwerfern Musik machen. Dafür hat der Mardorfer ein rund 20-minütiges Stück geschrieben. „Auf die Zuhörer kommen keine 20 Minuten Power-Trommeln zu“, betont er und kündigt eine Komposition an, die zu dem „mystischen Ort Schlossruine“ passt.

Die Idee sei nicht neu, gibt Eismann zu - allerdings ist das Ausmaß eine Besonderheit. Er habe einst mit Walter beim Marburger Kunstverein einen von ihnen entwickelten, etwa drei Meter hohen Trommelbaum bearbeitet. Das Projekt am Samstag werde viel größer und spektakulärer, verspricht er.

Drei Bands spielen am Freitagabend

Unverzichtbar ist natürlich der Blickkontakt zwischen den Musikern. Unter diesem Aspekt müssen sie noch einige Sicherheitsfragen klären - erst dann steht fest, ob sie ihren Auftritt auf unterschiedlichen Gerüst-Ebenen gestalten. Geplant sei dies zumindest, wirft Eismann ein. Um für einen ordentlichen Sound zu sorgen, werden die Schlagwerke mit Mikrofonen abgenommen. Das Mixen übernimmt Eismanns Bruder Gerhard.

Doch damit nicht genug: Das Programm des Samstages komplettieren die zwei Chöre der „Tafelrunde“ Amöneburg, zudem gestalten die Mitglieder von acht Vereinen wie im vergangenen Jahr Lichter-Kunstwerke, die sie aus rund 5000 Teelichtern und bunten Plastikbechern erstellen.

Das Kulturspektakel beginnt am Mittwoch mit einer bereits ausverkauften Veranstaltung für Kinder. Abends gibt es einen Open-Air-Gottesdienst mit Einweihung der Bonifatius-Statue (die OP berichtete gestern) und einer Aufführung der Berger Komödianten, die eine von Ingrid Hintze und Stefan Völker überarbeitete Version des aus der Feder von Joachim Hintze stammenden Bonifatiusspiels zeigen (bei Regen im Theatersaal der Stiftsschule).

Traditionell ein Höhepunkt des Kulturspektakels ist das am Freitag stattfindende Rockkonzert, an dem sich diesmal neben dem Headliner Softeis (ab 21.30 Uhr) noch „E-eight“ - die Schulband der Wollenbergschule Wetter (ab 19.30 Uhr) - und „The Heads“ (ab 20 Uhr) beteiligen.

Neu am für Sonntag geplanten Familientag samt Kunsthandwerkermarkt ist ein buntes Mitmach-Angebot für Kinder, bei dem sie unter anderem Masken basteln oder einen Trommelwork-Shop belegen können.

Das Programm im Überblick

  • Mittwoch, 5. Juni, 9.30 Uhr: „Hakuna Matata“ – ein musikalischer Mitmach-Spaß für Kinder in der Tennishalle Amöneburg (ausverkauft!). 19 Uhr: Open-Air-Gottesdienst im Zwinger der Schlossruine mit Aufführung „Bonifatius in Amöneburg“ und Einweihung der Bonifatius-Statue.
  • Donnerstag, 6. Juni, 20 Uhr: Lyrikabend in der Schlossruine mit der Marburg Lyrikkompanie.
  • Freitag, 7. Juni, 19.30 Uhr: Rockkonzert.
  • Samstag, 8. Juni, 20 Uhr: „Sound, Light & Drums“ mit Konzert des Gemischten Chores und des Projektchores der „Tafelrunde“, Lichternacht und Kunst-Installation.
  • Sonntag, 9. Juni, 10.30 Uhr: Familiengottesdienst des Pastoralverbundes Amöneburg auf dem Pausenhof der Stiftsschule.
  • 10 Uhr: Beginn des Kunsthandwerkermarktes in der Schlossruine. 12 Uhr: Beginn des Spiel- und Animationsprogramms für Kinder samt Zumba-Kurs und Linedance.

von Florian Lerchbacher

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